DGB-Studie: Viele haben ungesunde Körperhaltung auf der Arbeit

DGB-Studie: Viele haben ungesunde Körperhaltung auf der Arbeit
Deutschland spricht 2019

Schweres Heben, zu langes Sitzen, Arbeit im Stehen oder Knien oder auf engem Raum: Etwa jeder zweite Beschäftigte in Deutschland arbeitet einer Studie zufolge häufig in ungesunden Körperhaltungen. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland am Samstag berichtete, klagen 52 Prozent der Beschäftigten über sehr häufiges Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen, 22 Prozent zumindest über häufiges. Dies gehe aus einer Sonderauswertung zum "DGB-Index Gute Arbeit 2018" hervor, der sich auf eine Repräsentativ-Befragung von bundesweit 8.011 Arbeitnehmern bezieht.

Der Arbeitsalltag von rund einem Drittel der Beschäftigten in Deutschland bestehe dabei auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung weiter aus körperlich schwerer Arbeit, zitierten die Zeitungen aus dem Bericht. Laut DGB-Index leisteten 16 Prozent "sehr häufig" und 14 Prozent "oft" körperlich schwere Arbeit. Diese zeige sich in erheblichem Umfang auch im Dienstleistungssektor. Der Anteil der Betroffenen liege im Gesundheits- und Sozialwesen bei 37 Prozent sowie im Gastgewerbe bei 51 Prozent.

Je häufiger Beschäftigte körperlich schwer arbeiten, desto seltener gehen sie den Daten zufolge davon aus, bis zum gesetzlichen Rentenalter durchzuhalten. Nur 51 Prozent der Arbeitnehmer hätten auf die Frage, nach ob sie unter den derzeitigen Anforderungen ihre jetzige Tätigkeit bis zum Rentenalter ohne Einschränkung ausüben könnten, bejaht. 39 Prozent hätten "nein, wahrscheinlich nicht" erklärt. Von denen, die "sehr häufig" körperlich schwer arbeiten, glaubten 69 Prozent nicht, bis zur Rente durcharbeiten zu können.

epd svo

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