Käßmann: Für einen Dialog muss sich AfD von Hetze distanzieren

Käßmann: Für einen Dialog muss sich AfD von Hetze distanzieren

Für einen Dialog mit AfD-Politikern müsste sich die Partei nach Worten der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann zunächst stärker von hetzerischen Positionen distanzieren. "Ich hätte keine Angst mit Leuten von der AfD zu reden. Aber ich rede nicht mit Leuten, die andere diskriminieren", sagte die Theologin beim Roten Sofa der Kirchenpresse am Freitag auf dem Kirchentag in Dortmund. Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sowie aktuell Drohungen gegen Bürgermeister seien auch eine Folge des veränderten gesellschaftlichen Klimas durch die AfD, unterstrich Käßmann. Dazu müsste die Partei Stellung nehmen. Solange sich die AfD nicht von Hass und Hetze distanziere, gebe es auch keine Gesprächsgrundlage.

Zur Entscheidung des Kirchentages, AfD-Politikern keine Bühne zu bieten, betonte Käßmann, dass die AfD nicht vom Kirchentag ausgeladen sei. Es könne sich jedes AfD-Mitglied eine Karte kaufen und kommen, auch die Politiker. "Ich glaube, es täte ihnen gut, wenn sie hier wären". Da könnten sie noch etwas lernen.

Käßmann verurteilte zunehmende fremdenfeindliche Ausschreitungen. Pöbelnde Glatzköpfe hätten ein Integrationsproblem, "darüber müssen wir reden". Es werde immer gesagt, dass die Integration sei eine Leistung der Leute, die zuwanderten. Es sei aber auch eine Aufgabe für die hier lebenden Menschen.

epd lwd/spi ug

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