Kirchentag startet Kampagne gegen Antisemitismus

Hans Leyendecker Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages Dortmund gegen Antisemitismus "Jedes wir beginnt mit mir!".

© DEKT/robert gross photography

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker unterstützt den Anruf

Kirchentag startet Kampagne gegen Antisemitismus
Der Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund macht gegen Antisemitismus mobil und startet zum Auftakt am 19. Juni seine Kampagne "Jedes wir beginnt mit mir!".

Eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen des Kirchentages sowie des Instituts Kirche und Judentum ruft damit zum Engagement gegen Antisemitismus in Kirche und Gesellschaft auf, wie die Organisatoren des Kirchentages am Donnerstag mitteilten. Die Postkartenaktion der Kampagne unterstützen unter anderem die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke.

Auch Kirchentagspräsident Hans Leyendecker unterstützt den Anruf: "Wer Menschen angreift, die eine Kippa oder eine Halskette mit Davidstern tragen, der greift uns an", sagte er. Die Generalsekretärin des Kirchentages, Julia Helmke, fügte hinzu: "Antisemitismus ist Abwertung, Missachtung der schlimmsten Art und bereitete den Weg für Verneinung und Vernichtung. Antisemitismus tötet. Dazu darf und kann ich als Christin nicht schweigen."

Ab dem Kampagnenstart am 19. Juni können Kirchentagsbesucher und alle anderen Unterstützer unter der Online-Adresse www.jedeswir.de ihr eigenes Foto in die Postkarte einfügen, um im Kampf gegen Antisemitismus die Stimme zu erheben. Die Karte kann auch an verschiedenen Ständen auf dem Kirchentag ausgedruckt und dann kostenfrei beispielsweise an Gemeinden, Pfarrkonvente oder den eigenen Freundeskreis geschickt werden.

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