Theologin Bahr protestiert gegen judenfeindliches Wahlplakat

Petra Bahr

© epd-bild/Jens Schulze

Petra Bahr, die evangelische Regionalbischöfin aus Hannover, kritisiert ein judenfeindliches Plakat zur Europawahl.

Theologin Bahr protestiert gegen judenfeindliches Wahlplakat
Die evangelische Regionalbischöfin Petra Bahr aus Hannover hat scharfe Kritik an einem judenfeindlichen Plakat zur Europawahl geäußert.
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Das Wahlplakat der rechtsextremistischen Partei "Die Rechte" trägt den Slogan "Israel ist unser Unglück! Schluss damit!" und ist überall in Deutschland zu sehen. "Das ist die Verschiebung des Sagbaren in Richtung Volksverhetzung und ein Angriff auf die Staatsraison", sagte Bahr am Freitag. "Antisemitismus ist keine politische Meinung."

Die Theologin und frühere Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) forderte die Stadt Hannover auf, die Plakate abzuhängen. Sie erinnerten in fataler Weise an die Parole "Die Juden sind unser Unglück" des Berliner Geschichtsprofessors Heinrich von Treitschke (1834-1896), den sich später die Nationalsozialisten zu eigen gemacht hätten. Bahr leitet den Sprengel Hannover der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Auch jüdische Gemeinden und der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume protestierten gegen die Plakate.

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