Palliativmediziner kritisiert Gesundheitssystem

Totenschädel

© epd-bild/Alasdair Jardine

Totenschädel der Firma Superskull ala Deko auf der zehnten Kongressmesse "Leben und Tod" die am Freitag in Bremen eröffnet wurde. Der Schweizer Palliativmediziner Gian Domenico Borasio hat bei der Eröffnung in einem Vortrag die Ausrichtung des deutschen Gesundheitssystems scharf kritisiert.

Palliativmediziner kritisiert Gesundheitssystem
Der Schweizer Palliativmediziner Gian Domenico Borasio hat die Ausrichtung des deutschen Gesundheitssystems scharf kritisiert. "Es geht nur ums Geld, das ist das Problem, das wir haben", sagte Borasio am Freitag zur Eröffnung der zehnten Bremer Kongressmesse "Leben und Tod".

Das gelte insbesondere für die Versorgung am Lebensende. Das System sei "komplett gegen die Interessen der Patienten ausgerichtet". Am Ende des Lebens müssten mehr Ressourcen für eine palliative Versorgung in multiprofessionellen Teams eingesetzt werden, forderte der Professor.

Bis Samstag geht es auf der "Leben und Tod" an Messeständen und in Fachvorträgen um alle Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer. Beteiligt sind nach Angaben der Veranstalter mehr als 140 Aussteller, auf dem Programm stehen knapp 70 Vorträge und Workshops. Mit ihrer Mischung aus Fachkongress und begleitender Messe ist die "Leben und Tod" bis heute bundesweit einzigartig. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Dann soll die zweitägige Messe erstmals auch in Freiburg veranstaltet werden, und zwar im Oktober.

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