Kinderporno-Fall: Missbrauch hat in evangelischer Kita stattgefunden

Würzburger Kinderporno-Fall

© Daniel Karmann/dpa

Die Praxis des Logopäden im Würzburger Kinderporno-Fall ist vorübergehend geschlossen.

Kinderporno-Fall: Missbrauch hat in evangelischer Kita stattgefunden
Im Würzburger Kinderporno-Fall haben die Ermittler erste Opfer des dringend tatverdächtigen Logopäden identifiziert. Wie die Zentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Mittwoch mitteilte, sind inzwischen einige der in den kinderpornografischen Aufnahmen abgebildeten Jungen zweifelsfrei identifiziert worden. Bei diesen Missbrauchsopfern handle es sich um Kinder der evangelischen integrativen Kita im Stadtteil Heuchelhof.
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Der beschuldigte Logopäde habe die Kinder in den Räumen der Kita behandelt. Die Aufnahmen seien auch in den Räumen der Einrichtung entstanden, hieß es. Die Eltern der betroffenen Kinder seien von den Ermittlern mit Unterstützung von psychologischem Fachpersonal informiert und auch im Hinblick auf weitere Betreuungsmöglichkeiten beraten worden.

Es gebe aktuell keine Anhaltspunkte dafür, dass das Kita-Personal etwas von den Missbrauchshandlungen des Logopäden wusste, hieß es. Am 21. März hatten Ermittler in Würzburg zunächst zwei Männer festgenommen. Einer ist mangels dringendem Tatverdacht wieder auf freiem Fuß, der andere sitzt in Untersuchungshaft. Der Logopäde soll Kinderpornos mit eindeutig sexuellen Handlungen angefertigt und im Darknet verbreitet haben.

Der Fall hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, weil der verhaftete Logopäde freiberuflich in der evangelischen Kita tätig war. Sein anfangs ebenfalls festgenommener Lebenspartner ist stellvertretender Leiter der Kita. Er ist laut Evangelischem Dekanat bis auf weiteres von seinem Dienst freigestellt.

Die kostenlose Hotline der Sonderkommission "01-2019" ist täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar, auch am Wochenende: 0800/7733744

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