Leipziger Nikolaikirche ohne Glocken

Sanierung des Glocken in Leipziger Nikolaikirche.

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Die drei Glocken der Leipziger Nikolaikirche werden im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Geläuts aus dem Turm ausgehoben.

Leipziger Nikolaikirche ohne Glocken
Die Leipziger Nikolaikirche erhält ein größeres Geläut. Dafür werden die vorhandenen drei Glocken erst einmal abgehängt. Erstmals erklingen soll das auf acht Glocken erweiterte Geläut zum 30. Jahrestag der Montagsdemonstrationen, die in und um die Kirche stattfanden.

Das Geläut der Leipziger Nikolaikirche verstummt für rund ein halbes Jahr: Die drei Glocken werden im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Geläuts am 5. April aus dem Turm ausgehoben, wie die Kirchgemeinde mitteilte. Das neue, dann achtstimmige Geläut soll erstmals zum Friedensgebet am 30. Jahrestag der entscheidenden Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober erklingen.

Zwei der Glocken werden in die Gießerei Bachert bei Heidelberg gebracht. Dort soll der Zusammenklang mit sechs neuen Glocken getestet werden. Die dritte Bestandsglocke passe wegen ihrer Tonlage künftig nicht mehr in das Geläut und werde in ein Depot gebracht, hieß es.

Zur Weihe der neuen Glocken sind am letzten Juni-Wochenende unter anderem ein Festumzug und mehrere Gottesdienste geplant. Im Juli und August werden die neue Antriebstechnik und die Steuerung der acht Glocken installiert. Bis zum erstmaligen Erklingen des neuen Geläuts Anfang Oktober wurde ein Puffer von rund sechs Wochen eingeplant.

Im Zuge der Sanierung sollen auch die beiden Glockenstühle der Nikolaikirche saniert und zum Teil neu errichtet werden. Die Kosten für das Projekt unter der Schirmherrschaft von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck belaufen sich auf rund 600.000 Euro.

 

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