"Woche der Brüderlichkeit" wird in Nürnberg eröffnet

Buber-Rosenzweig-Medaille

© epd-bild / Annette Zoepf (M)

Die "Woche der Brüderlichkeit" ist eine Initiative der mittlerweile über 80 deutschen Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit und verleiht die Buber-Rosenzweig-Medaille.

"Woche der Brüderlichkeit" wird in Nürnberg eröffnet
Am 10. März wird in Nürnberg die christlich-jüdische "Woche der Brüderlichkeit" eröffnet. Sie steht unter dem Motto "Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindlichkeit".

Zu dem zentralen Auftakt im Nürnberger Opernhaus werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Spitzenvertreter der Kirchen und des Judentums erwartet. 

Das Thema der Aktionswoche der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist laut Rabbiner Andreas Nachama (Berlin) aktuell wie lange nicht mehr. "Wir sind in den letzten Jahren immer mehr mit Judenfeindlichkeit konfrontiert", betonte er zum Start der Aktionswoche. Nachama ist der jüdische Präsident des Deutschen Koordinierungsrates.

Initiativen werden ausgezeichnet

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952, jeweils im März. In vielen deutschen Städten und Kommunen gibt es Veranstaltungen zum Jahresthema. Zur Eröffnung, die immer in einer anderen Stadt stattfindet, wird traditionell die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen. Sie geht in diesem Jahr an die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (Kiga) und das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC). Mit der undotierten Auszeichnung ehrt der Koordinierungsrat seit 1968 Menschen, Institutionen oder Initiativen, die sich für die Verständigung zwischen Christen und Juden einsetzen. Die Medaille erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929).

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