Christi Liebe wird Thema des ökumenischen Weltgipfels in Karlsruhe

Herz mit Kreuz

Foto: MicroStockHub/iStockphoto/Getty Images

"Christi Liebe" soll das zentrale Thema auf seiner Vollversammlung in Karlsruhe 2021 sein.

Christi Liebe wird Thema des ökumenischen Weltgipfels in Karlsruhe
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) will die Liebe Christi zur Welt zum zentralen Thema auf seiner Vollversammlung in Karlsruhe 2021 machen. Wie der ÖRK am Donnerstag in Genf mitteilte, wird das offizielle Thema der 11. Vollversammlung lauten: "Christ's love moves the world to reconciliation and unity".

Das Thema werde schon in die Vorbereitungen für die erste ÖRK-Vollversammlung in Deutschland einfließen, erläuterte Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Es solle klarmachen, dass die ökumenische Bewegung eine Bewegung der Liebe sei, und verdeutliche ebenso, dass die Menschen nach Gerechtigkeit und Frieden streben sollten. Der Zentralausschuss des ÖRK hat sich für das Thema entschieden.

Zu der Vollversammlung der rund 350 ÖRK-Mitgliedskirchen in Baden werden Tausende Teilnehmer erwartet. Die Kirchen repräsentieren mehr als 500 Millionen Gläubige. Die Einladung nach Karlsruhe wurde gemeinsam von der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und der Evangelischen Landeskirche in Baden ausgesprochen. Die Vollversammlung soll eine starke europäische Ausrichtung haben.

Der ÖRK-Zentralausschuss hatte sich im Juni 2018 für Karlsruhe als Austragungsort entschieden, einziger Mitbewerber war Kapstadt. Die jüngste ÖRK-Vollversammlung fand 2013 in Busan, Südkorea, statt. Die Vollversammlung ist die höchste Instanz des ÖRK und tritt etwa alle acht Jahre zusammen. Die katholische Kirche ist kein ÖRK-Mitglied, sie arbeitet aber mit dem Ökumene-Dachverband zusammen und will Vertreter nach Karlsruhe schicken.

Mehr zu ÖRK
Die Corona-Krise droht den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in finanzielle Bedrängnis zu bringen. Einige Mitgliedskirchen könnten die vollen Beiträge für das veranschlagte Budget nicht zahlen, sagte ÖRK-Interims-Generalsekretär Ioan Sauca in Genf.
Ansicht von Jerusalems Altstadt.
Ein Bericht in der israelischen "Jerusalem Post" wirft dem Weltkirchenrat vor, eine "einseitige anti-israelische Gruppierung" zu sein. Solche Vorwürfe sind nicht neu. Die Haltung des ÖRK dazu ist deutlich.