EKD erinnert an ihre historische erste Synode in Bethel

Der Präsident der Generalsynode 1949 war der Essener Oberbürgermeister Dr. Dr. Heinemann.

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In Bethel bei Bielefeld tagte vom 9. - 13.1.49 die Generalsynode der evangelischen Kirche in Deutschland. Der Präsident der Generalsynode war der Essener Oberbürgermeister Dr. Dr. Heinemann.

EKD erinnert an ihre historische erste Synode in Bethel
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat an ihre erste Synode vor 70 Jahren erinnert. "Von Anfang an gestalteten und leiteten Laien und Ehrenamtliche die Synode. Das spiegelt unser evangelisches Verständnis von Kirche wider", sagte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).
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"Nach dem Krieg dominierten dabei noch die Männer, inzwischen ist das Verhältnis von Männern und Frauen ausgewogen. Dazu hat übrigens ein Synodenbeschluss entscheidend beigetragen, 1989 in Bad Krozingen", fügte Schwaetzer hinzu.

Rund acht Monate vor der Konstituierung des Deutschen Bundestages war vom 9. bis 13. Januar 1949 erstmals die Synode der EKD im Bielefelder Stadtteil Bethel zusammengekommen. Die Bewahrung der Einheit zwischen Ost und West stand vor 70 Jahren im Mittelpunkt. Bis 1969 waren die östlichen evangelischen Landeskirchen mit den westlichen noch in der EKD verbunden. Einige der Themen auf der ersten Synodentagung in Bethel blieben lange Zeit aktuell, etwa die Situation der Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten. Erster Synodenpräses war der spätere Bundesminister und Bundespräsident Gustav Heinemann (1899-1976).

Zum EKD-Ratsvorsitzenden wurde der Berliner Theologe Otto Dibelius gewählt. Er setzte sich in der Abstimmung gegen Pastor Martin Niemöller durch, der während der NS-Diktatur im KZ gesessen hatte. Dibelius stand wegen seiner ursprünglich zum Ausdruck gebrachten Befürwortung der nationalsozialistischen Machtübernahme und eines bestehenden Antijudaismus in der Kritik, gehörte aber wie Niemöller der Bekennenden Kirche an.

Die Verantwortung für den Frieden und die Militärseelsorge beschäftigten die Synodalen besonders seit Ende der 50er Jahre. Diese Diskussion fand ihren vorläufigen Abschluss in der Einigung über Grundfragen der Militärseelsorge und Orientierungspunkte zur Friedensverantwortung bei der Synodentagung in Osnabrück 1993.

Bereits bei der zweiten Tagung 1950 in Berlin-Weißensee äußerte sich die Synode zur Mitschuld der evangelischen Christen an den Verbrechen der Deutschen gegenüber dem jüdischen Volk. In ihrer Demokratiedenkschrift von 1985 schließlich besiegelte die EKD eine Abkehr von der protestantischen Distanz zur Demokratie der Weimarer Zeit und bekannte sich zur politischen Verantwortung der Christen in der Gesellschaft. Schließlich wurden 40 Jahre nach der Einsetzung des Ausschusses zur "Arbeit der Frau in der Kirche" auf der Synode in Bad Krozingen 1989 Beschlüsse zur verstärkten Beteiligung von Frauen in den kirchlichen Gremien gefasst.

Einige Synodeninhalte bleiben zeitlos: Dass die Synodalen nur einen kleinen Ausschnitt der Gesellschaft repräsentieren, der Gottesdienstbesuch gering ist oder die Predigten nicht selten die Hörer abschrecken, klagen Protestanten heute wie vor 70 Jahren. Immer wieder werfen Kritiker der Kirchenleitung zudem vor, sie sei parteipolitisch einseitig festgelegt. Nach der Zeit der Trennung stand für die EKD und ihr Ost-Pendant, den Bund der Evangelischen Kirchen, Anfang der 90er Jahre die Zusammenführung auf der Tagesordnung. Nach einer Sondersitzung von EKD und Bundessynode im Februar 1991 in Berlin-Spandau konstituierte sich die erste gemeinsame EKD-Synode im Juni 1991 in Coburg.

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