WHO: Rund 10.000 Tote im Jemen-Krieg

Ein unterernährtes Kind liegt in einem Krankenhaus in Hudaia im Jemen.

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Unter den Toten im Jemen, die seit 2015 an Hunger starben sind den Angaben zufolge 849 Kinder.

WHO: Rund 10.000 Tote im Jemen-Krieg
Im Jemen-Krieg sind seit März 2015 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 9.900 Menschen getötet worden. Gleichzeitig hätten rund 60.200 Menschen Verletzungen erlitten, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Insgesamt seien somit bis Ende Oktober 2018 mehr als 70.000 Kinder, Frauen und Männer zu Opfern der Gewalt geworden.

Unter den Toten sind den Angaben zufolge 849 Kinder. Rund 9.200 Jungen und Mädchen wurden verletzt. Laut der WHO war 2015 das Jahr mit den meisten Toten und Verletzten. Die Zahlen stammen von Gesundheitseinrichtungen im Jemen, die Dunkelziffer könnte wesentlich höher liegen.

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Jemen, ein Krieg gegen die Schwächsten

Ein Mann trägt am 12.11.2017 in Sanaa (Jemen) sein unterernährtes Kind zu einem therapeutischen Ernährungszentrum.

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Ein Mann trägt am 12.11.2017 in Sanaa (Jemen) sein unterernährtes Kind zu einem therapeutischen Ernährungszentrum.

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Ein Mann trägt am 12. Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) sein unterernährtes Kind zu einem therapeutischen Ernährungszentrum. Die Vereinten Nationen haben gewarnt, dass in Jemen die größte Hungersnot der Welt seit Jahrzehnten bevorsteht. Die UN konfrontiert damit die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition, die keine humanitäre Hilfe in der Region gestattet.

Zwei Mädchen umarmen sich am 11.11.2017 in der Nähe ihres bei einem Luftangriff beschädigten Hauses in Sanaa (Jemen).

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Zwei Mädchen umarmen sich am 11.11.2017 in der Nähe ihres bei einem Luftangriff beschädigten Hauses in Sanaa (Jemen). Kampfjets einer saudi-arabisch geführten Militärkoalition haben Augenzeugen zufolge das Verteidigungsministerium unter Kontrolle der Huthi-Rebellen in der jemenitischen Hauptstadt angegriffen.

Zwei Jungen tragen am 30. September 2017 in Sanaa (Jemen) während einer Prozession des islamischen Schura-Festes Kopfbänder mit der Aufschrift "Zu deinem Diensten Husain".

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Zwei Jungen tragen am 30. September 2017 in Sanaa (Jemen) während einer Prozession des islamischen Schura-Festes Kopfbänder mit der Aufschrift "Zu deinem Diensten Husain". Aschura ist der zehnte Tag des heiligen Monats Muharram. In dieser Zeit gedenken die Gläubigen dem Imam Al-Husain, der ein Enkel des Propheten Mohammed war.

Menschen betrachten am 8. Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) eine Mauer, an der Fotos der Opfer eines saudischen Luftangriffs auf eine Trauerhalle hängen, der 2016 stattfand.

dpa/Hani Al-Ansi

Menschen betrachten am 8. Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) eine Mauer, an der Fotos der Opfer eines saudischen Luftangriffs auf eine Trauerhalle hängen, der 2016 stattfand. Bei dem Angriff wurden 140 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt.

Menschen erhalten am 13.April 2017 in Sanaa (Jemen) eine Essensration.

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Menschen erhalten am 13.April 2017 in Sanaa (Jemen) eine Essensration. Den UN zufolge sind mehr als 21 Millionen Menschen im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das entspricht etwa 82 Prozent der Bevölkerung. Sieben Millionen Personen sind akut vom Hunger bedroht.

Ein Kind der jemenitischen jüdischen Gemeinde wartet am 8.Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) auf eine Lebensmittelausgabe

dpa/Hani Al-Ansi

Ein Kind der jemenitischen jüdischen Gemeinde wartet am 8. Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) auf eine Lebensmittelausgabe, die von der humanitären Organisation "Mona Relief Yemen" in einem von der Armee beschützen Lager bereit gestellt wird.

Ein jemenitisches Kind erhält am 23.Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) eine Polio-Impfung im Rahmen einer Polio-Impfkampagne.

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Ein jemenitisches Kind erhält am 23.Oktober 2017 in Sanaa (Jemen) eine Polio-Impfung im Rahmen einer Polio-Impfkampagne. Während der nationalen, dreitägigen Impfkampagne gegen Polio, sollten mehr als 5 Millionen Kinder in Jemen geimpft werden.

November 2017: Ein Mädchen sucht im Abfall auf einer Straße in Sanaa (Jemen) nach Verwertbarem.

dpa/Hani Mohammed

November 2017: Ein Mädchen sucht im Abfall auf einer Straße in Sanaa (Jemen) nach Verwertbarem. Im Jemen sind wegen der saudi-arabischen Blockade nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Leben von Millionen Menschen bedroht.

Menschen erhalten am 13. April 2017 in Sanaa, Jemen, eine Essensration von einer lokalen Wohltätigkeitsorganisation.

dpa/Hani Mohammed

Menschen erhalten am 13. April 2017 in Sanaa, Jemen, eine Essensration von einer lokalen Wohltätigkeitsorganisation. Mittlerweile wird die Hilfe für die Bevölkerung wegen der andauernden Blockade schwieriger. Viele Menschen drohten zu verhungern, falls die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition die See- und Flughäfen weiter blockiere, warnte der UN-Nothilfekoordinator Lowcok.

Ein unterernährtes, drei Monate altes Baby im Ernährungszentrum eines Krankenhauses.

dpa/Yahya Arhab

Ein unterernährtes, drei Monate altes Baby im Ernährungszentrum eines Krankenhauses. Der Jemen ist ein karges Land. Nur circa drei Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich nutzbar.

Am häufigsten treffen Krankheiten diejenigen mit dem schwächsten Immunsystem: die Kinder.

Foto: dpa/Hani Mohammed

Patienten werden am 1. Juli 2017 in einer Klinik in Sanaa (Jemen) wegen einer vermuteten Cholera-Infektion behandelt. Wegen der saudi-arabischen Militärblockade wird es schwieriger, die sich ausbreitende Krankheit aufzuhalten. Die Stromversorgung ist wegen ausgehendem Treibstoff unterbrochen, so wird das Wasser knapp und Infektionskrankheiten breiten sich schneller aus. Am häufigsten treffen Krankheiten diejenigen mit dem schwächsten Immunsystem: die Kinder.

Diese drei jungen Mädchen schöpfen Wasser in Lahj, Halmeen.

Foto: CARE/Eman Al-Awami

Millionen Menschen im Jemen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die meisten Quellen sind zerstört, die Menschen haben weniger als ein Glas Wasser am Tag zu trinken. CARE hilft dabei, Wasserquellen zu reparieren und neue zu erschließen. Diese drei jungen Mädchen schöpfen Wasser in Lahj, Halmeen.

Seit dem Krieg verlieren noch mehr Menschen den Zugang zu Wasser. CARE hilft Menschen auf dem Land Wassertanks zu installieren und das Wasser sauber zu halten.

Foto: CARE/Eman Al-Awami

Seit dem Krieg verlieren noch mehr Menschen den Zugang zu Wasser. CARE hilft Menschen auf dem Land Wassertanks zu installieren und das Wasser sauber zu halten.



Im Jemen kämpfen die Regierung und eine Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien gegen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Als Hoffnungszeichen gilt unterdessen, dass in Schweden seit 6. Dezember Friedensgespräche unter Vermittlung der UN stattfinden.



Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes haben von den 27 Millionen Menschen, die im Jemen leben, rund 18 Millionen nicht genug zu essen. Etwa drei Millionen Frauen und Kinder gelten als akut unterernährt. Rund 15 Millionen Jemeniten haben demnach keinen Zugang zu einfachster medizinischer Versorgung. Wegen der Kämpfe ist eine Versorgung der Menschen oft unmöglich.

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