Hebammen fordern mehr Geld für Geburtshilfe in Kliniken

Hebamme mit Baby

Foto: epd-bild/Detlef Heese

Für eine "Eins-zu-eins-Betreuung" fordern Hebammen mehr Geburtshelferinnen für die Kreißsäle in den Krankenhäusern.

Die Hebammen fordern mehr Geburtshelferinnen für die Kreißsäle in den Krankenhäusern. Eine "Eins-zu-eins-Betreuung" müsse Standard sein, verlangte der Deutsche Hebammenverband am Donnerstag bei seiner diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung in Berlin.

Analog zum Pflegepersonalstärkungsgesetz, das die Finanzierung zusätzlicher Stellen in der Altenpflege vorsieht, fordern die Hebammen ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz.

Der Gesetzgeber müsse für eine bessere Finanzierung der Geburtshilfe und die Anpassung des Personalschlüssels an internationale Standards sorgen, hieß es. In einer deutschen Klinik müsse eine Hebamme doppelt so viele Geburten betreuen wie etwa in Großbritannien.



Außerdem müsse im kommenden Jahr die Akademisierung der Ausbildung umgesetzt werden. Zahleiche praktische Fragen seien noch offen, warnte der Verband. Die Hebammen-Ausbildung soll ab 2020 an Hochschulen erfolgen. Bisher werden die Geburtshelferinnen an Hebammenschulen ausgebildet, die an Krankenhäuser angegliedert sind.