Verband: Dürresommer trifft auch Weihnachtsbaumerzeuger

Weihnachtsbäume

Bild: dpa/Frank Molter

Für den Verkauf verpackte Weihnachtsbäume liegen gestapelt auf Paletten.

Verband: Dürresommer trifft auch Weihnachtsbaumerzeuger
Der Dürresommer 2018 hat auch die Weihnachtsbaumerzeuger hart getroffen. Bei den Neuanpflanzungen des Jahres 2017 liege der Ausfall bei 25 bis 30 Prozent, teilte der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger am Montag in Hannover mit. Bei den Neuanpflanzungen aus dem Frühjahr 2018 gebe es Ausfälle bis zu 100 Prozent, sie machten komplette Neuanpflanzungen nötig.

In Kulturen, die bereits zwei Jahre und länger stehen, seien die Bäume nicht mehr marktfähig, da sie braune Nadeln und zu kurze Triebe aufwiesen, erklärte der Verband. Allein in Niedersachsen werde der finanzielle Schaden durch die Dürre auf mehr als 14 Millionen Euro geschätzt.

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Neben der Krippe ist der Christbaum das Attribut des Weihnachtsfestes schlechthin. Ausgehend vom deutschsprachigen Raum hat er sich über den ganzen Erdball verbreitet. Wie unterschiedlich die Bäume auch aussehen, sind sie doch immer zweifelsfrei als Christbäume zu erkennen.
Goldammer auf der Tannenbaumspitze.
Reihe für Reihe Tannenbäume - Weihnachtsbaumplantagen sehen öde aus. Für einige gefährdete Vogelarten allerdings sind sie ein guter Lebensraum: Heidelerchen, Baumpieper, Goldammern. Umweltschützer bleiben trotzdem kritisch.


Bei den Verbrauchern geht der Trend den Angaben zufolge in diesem Jahr zum Weihnachtsbaum im Topf. "Und zwar nicht nur für das Wohnzimmer", wie der Verbandsvorsitzender Bernd Oelkers betonte. Auch draußen vor der Haustür würden zunehmend Bäume in Töpfen oder Kübeln aufgestellt, weil sie dann nicht so windanfällig seien.