Ballin-Globalisierungspreis für "Ärzte ohne Grenzen"

 Logo von "Ärzte ohne Grenzen"

Foto: Jens Kalaene/dpa

Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" erhält den "Albert-Ballin-Preis für globales Handeln".

Der mit 50.000 Euro dotierte "Albert-Ballin-Preis für globales Handeln" geht an die Organisation "Ärzte ohne Grenzen". Sie habe sich seit vielen Jahren auf globaler Ebene durch innovatives Handeln im Bereich humanitärer Hilfe auszeichnet, heißt in der Begründung.

Die Auszeichnung und ein Förderpreis werden am Dienstag während eines Senatsempfangs im Hamburger Rathaus übergeben, wie der Senat am Freitag mitteilte. Den mit 5.000 Euro dotierten "Albert-Ballin-Förderpreis für Globalisierungsforschung" erhalten die Nachwuchswissenschaftler Johanna Beamish und Felix Hadwiger.

Die beiden Preise werden von der Hapag-Lloyd AG gestiftet und in diesem Jahr erstmals vergeben. Sie sollen künftig alle vier Jahre an Persönlichkeiten oder Institutionen gehen, deren innovatives Handeln beispielhaft für die Übernahme von gesellschaftlicher, kultureller und politischer Verantwortung ist. Anlass ist der 100. Todestag des Hamburger Reeders Albert Ballin (1857-1918).



Die Laudatio für "Ärzte ohne Grenzen" hält der Schriftsteller Ilja Trojanow. Den Preis wird der Vorstandsvorsitzende Volker Westerbarkey in Empfang nehmen. Die Laudatio für den Förderpreis hält Rainer Gries, Vorsitzender der Albert-Ballin-Preis-Jury.

Albert Ballin stieg mit 17 Jahren in die väterliche Auswandereragentur ein und vermittelte Auswanderern Schiffspassagen nach England und Nordamerika. 1886 ging er zur Hapag und baute das Passagegeschäft aus. 13 Jahre später wurde er ihr Generaldirektor. Zur besseren Schiffsauslastung im Winter bot er mit großem Erfolg Kreuzfahrten ins Mittelmeer an. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war die Hapag die größte Reederei der Welt. Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg führte auch zum Niedergang der Hapag. Ballin starb zwei Tage vor Ende des Krieges, am 9. November 1918, vermutlich durch Suizid.