Knapp 347.000 Tonnen Abfall

Plastikmüll im Meer

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Der Müll landet im Meer.

Knapp 347.000 Tonnen Abfall
Durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen sind laut einer Studie im vergangenen Jahr in Deutschland 346.831 Tonnen Abfall angefallen. Darunter waren 222.419 Tonnen Papier, Pappe und Karton sowie 105.524 Tonnen Kunststoff, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) als Auftraggeber der Studie am Montag in Berlin mitteilte.

In der Untersuchung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) sei erstmals seit 1994 umfassend erhoben worden, wie viel Abfall für Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Deutschland anfällt, wie stark der Zuwachs seit 1994 ist und wer die Einwegprodukte in Umlauf bringt.

In den vergangenen 25 Jahren hätten sich die Abfälle für Heißgetränke versechsfacht, die Abfälle für Einwegbesteck haben sich mehr als verdoppelt, heißt es. Jeweils ein Drittel der Abfälle verursachten die Systemgastronomie und Imbisse.



Das EU-Parlament wollte am Montag über den Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt beraten. So schlägt die Kommission ein Verbot von Trinkhalmen, Plastikbesteck und -tellern sowie Wattestäbchen und Luftballonstäben vor. Für andere To-Go-Verpackungen fordert die Kommission lediglich präventive Maßnahmen und eine stärkere Produzentenverantwortung zur Reduktion.

Der Nabu fordert, auch sogenannte Biokunststoffe und beschichtete Papierprodukte und -verpackungen von der Richtlinie abzudecken. Auch müssten diejenigen, die an der Umweltverschmutzung durch Einweg verdienen, viel stärker in die finanzielle Verantwortung für Prävention und Reinigung genommen werden.

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