UN wählen autoritäre Staaten in Menschenrechtsrat

Die UN-Vollversammlung hat mehrere Staaten, in denen Gewalt herrschen und autoritäre Politiker regieren, in den Menschenrechtsrat gewählt.

Unter den 18 am Freitag in New York neu bestimmten Mitgliedern des UN-Menschenrechtsrates befinden sich Eritrea, Kamerun, Somalia, Bahrain, die Philippinen und Bangladesch.

Eritrea etwa gilt als besonders harte Diktatur, aus der laut den Vereinten Nationen viele Menschen nach Europa fliehen. Der Rat mit Sitz in Genf ist das höchste UN-Gremium zum Schutz der Menschenrechte, derzeit sind auch China, Saudi-Arabien und die Demokratische Republik Kongo Mitglieder. 18 Sitze in dem 47 Länder umfassenden UN-Rat werden turnusmäßig zum Jahreswechsel frei, die Mitgliedschaft eines Landes dauert drei Jahre. Unter den Ländern, die Ende 2018 ausscheiden, befindet sich Deutschland.

Die Lobbyorganisation UN-Watch, die Israel und den USA sehr nahe steht, hatte die Kandidatur der Länder Eritrea, Kamerun, Somalia, Bahrain, Philippinen und Bangladesch vor der Wahl heftig kritisiert. Diese Länder seien für einen Einzug in den Menschenrechtsrat unqualifiziert. Kritiker weisen darauf hin, dass sich autoritär und diktatorisch regierte Mitgliedsländer in dem Rat gegenseitig schützen.