Bachelet soll UN-Hochkommissarin für Menschenrechte werden

Chiles damalige Präsidentin Michelle Bachelet

Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

Seit der Einrichtung des Amtes des UN-Hochkommissars für Menschenrechte 1994 standen drei Frauen und vier Männer an der Spitze, nun folgt Chiles damalige Präsidentin Michelle Bachelet.

Bachelet soll UN-Hochkommissarin für Menschenrechte werden
Die Chilenin Michelle Bachelet soll neue UN-Hochkommissarin für Menschenrechte werden. Die zweimalige Präsidentin des südamerikanischen Landes werde ihr neues Amt voraussichtlich am 1. September antreten, teilten die UN am Mittwoch (Ortszeit) in New York mit.

UN-Generalsekretär António Guterres hatte die 66-Jährige nach Beratungen mit den Regionalgruppen und großen Mitgliedsstaaten nominiert. Die UN-Vollversammlung muss der Personalie noch zustimmen. Bachelet soll in Genf den Jordanier Seid Ra'ad al Hussein ablösen, der nicht für eine zweite vierjährige Amtszeit kandidierte.

Die Sozialistin Bachelet war von 2014 bis 2018 und 2006 bis 2010 Präsidentin Chiles, zudem diente die Kinderärztin als Ministerin. Sie leitete als erste Exekutivdirektorin das Frauenprogramm UN-Women. Sie und ihre Familie litten unter der Pinochet-Diktatur in Chile.

Drei Frauen und vier Männer

Seit der Einrichtung des Amtes des UN-Hochkommissars für Menschenrechte 1994 standen drei Frauen und vier Männer an der Spitze. Bachelet soll nach ihrer Ernennung die Menschenrechte weltweit fördern, Regierungen beraten, die Länder bei der Ausarbeitung neuer Abkommen unterstützen und Verletzungen der Grundrechte anprangern.

Einige der bisherigen Hochkommissare wie Amtsinhaber Seid prangerten Missstände sehr offensiv an, auch in den mächtigsten UN-Ländern wie den USA und China. Die USA sperrten sich gegen eine Verlängerung des Vertrages von Seid.

Mehr zu UN
Gebäude der Vereinten Nationen (UN) in New York .
Bei den Vereinten Nationen (UN) in New York arbeiten Vertreter aus 193 Ländern an nicht weniger als dem Weltfrieden. Seit September hilft Pfarrerin Rebekka Pöhlmann aus Bayreuth mit, dass auch kirchliche Interessen berücksichtigt werden.
Der internationale Streit über sogenannte Killerroboter geht weiter auf einer UN-Konferenz in Genf.
Der internationale Streit über sogenannte Killerroboter geht in eine weitere Runde. Auf einer UN-Konferenz in Genf wollten einige Staaten wie Belgien und Österreich erneut den Start von Verbotsverhandlungen für die Roboter verlangen, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.