Deutschland nimmt 50 Bootsflüchtlinge auf

Flüchtlingsboot

Foto: Joel Carillet/Getty Images

Deutschland will 50 im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnehmen.

Deutschland nimmt 50 Bootsflüchtlinge auf
Deutschland will 50 im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnehmen. Deutschland und Italien seien übereingekommen, dass Deutschland im Blick auf die laufenden Gespräche über eine intensivere bilaterale Zusammenarbeit im Asylbereich in diesem Fall bereit sei, 50 Menschen aufzunehmen, teilte eine Regierungssprecherin am Sonntag in Berlin mit.

Zwei Schiffe, darunter eines der EU-Grenzschutzbehörde Frontex, hatten laut Medienberichten am Samstag rund 450 Flüchtlinge von einem Holzboot gerettet. Zuvor hatten bereits Frankreich und Malta zugesagt, insgesamt 100 der 450 Bootsflüchtlinge aufzunehmen, wie der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte auf Facebook mitteilte. Italien hatte an die übrigen EU-Länder appelliert, die Flüchtlinge aufzunehmen.

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Für ihren "mutigen Einsatz" hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, den zivilen Seenotrettern im Mittelmeer gedankt. "Sie nehmen eine Verantwortung wahr, die wir alle gemeinsam haben."
Heinrich Bedford-Strohm in der Flussschifferkirche in Hamburg am 03.12.19 zur Spendensammlung für ein Seenotrettungsschiff
Mit dem Aufruf, die Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen, hat sich der EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, für das Bündnis United4Rescue eingesetzt. Stellvertretend wurde ihm eine Auszeichnung der Kreativbranche gewidmet.


In den vergangenen Wochen konnten mehrere Rettungsschiffe im Mittelmeer Wochen nicht im nächstgelegenen Häfen anlegen. Italien verwehrte die Einfahrt, zudem dürfen in Malta Seenotretter nicht mehr auslaufen.