Abschiedsfestgottesdienst für Margot Käßmann

Die frühere hannoversche Landesbischöfin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann wurde am 30. Juni 2018 offiziell mit einem Festgottesdienst in der Marktkirche in Hannover in den Ruhestand verabschiedet.

Foto: epd-bild/Jens Schulze

Die frühere hannoversche Landesbischöfin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann wurde offiziell mit einem Festgottesdienst in der Marktkirche in den Ruhestand verabschiedet.

Abschiedsfestgottesdienst für Margot Käßmann
Die frühere hannoversche Landesbischöfin und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann wurde am 30. Juni 2018 offiziell mit einem Festgottesdienst in der Marktkirche in Hannover in den Ruhestand verabschiedet. Wir zeigen den Gottesdienst im Video.

Bildergalerie

Mit Pfiff: Margot Käßmanns Schritte durchs Leben

Kindheit im Hessischen

Foto: Archiv Margot Käßmann

Kindheit im Hessischen

Foto: Archiv Margot Käßmann

Ihre Kindheit findet im hessischen Stadtallendorf zwischen dem Elternhaus, der Tankstelle und der Autowerkstatt ihres Vaters statt. Der Papa (links) war ein lebenslustiger Mann, ihre Mutter (Mitte) hat sie eher streng in Erinnerung. Und ihre Omi (rechts) brachte ganz selbstverständlich den Glauben mit Bibelzitaten in ihr Leben, wie zum Beispiel mit: "Lass die Sonne nicht über deinem Zorn untergehen!"

Unterwegs in Israel

Foto: Archiv Margot Käßmann

Schon früh findet sie den Glauben und theologische Fragen spannend. 1978 reist sie zu archäologischen Ausgrabungen nach Israel, um viele Wirkungsorte Jesu mit eigenen Augen zu entdecken: Bethlehem, Nazareth, den See Genezareth und Golgatha.

In Schottland

Foto: Archiv Margot Käßmann

Nach Stationen in Israel, Tübingen und China reist sie für einen Studierendenaustausch im Oktober 1979 nach Edinburgh in Schottland. Die Landschaft versprüht Harry-Potter-Flair, doch der Unterricht ist ihr zu sehr verschult. Wer etwas sagen will, muss sich melden. Hier erfährt sie etwas über den englischen Reformator John Knox, der die Bibel in die englische Sprache übesetzte.

Ordinationsfeier 1985

Foto: Archiv Margot Käßmann

Ein großer Schritt: Am 20. Oktober 1985 werden Margot und ihr Mann Eckhard Käßmann ordiniert. Doch die Pfarrstellen sind rar gesät. Eigentlich wollen sie nach Marburg, Göttingen oder in eine andere Stadt. Es wird die Pfarrstelle im Kirchspiel Spieskappel. Diese wollen sie sich teilen. Ihre dreijährige Tochter Sarah ist schon da und Margot Käßmann ist mit Zwillingen schwanger. Das übersteigt die Vorstellungskraft der damaligen Pröpstin, dass eine Frau mit drei kleinen Kindern hauptamtlich Pastorin wird. Also soll ihr Mann die ganze Stelle übernehmen und sie "darf" ehrenamtlich mithelfen. Margot Käßmann fühlt sich damit unwohl.

Taufe der Zwillinge

Foto: Archiv Margot Käßmann

Mit nur fünf Minuten Abstand kommen die beiden Mädchen Hanna und Lea auf die Welt. 1986 wird ihre Taufe gefeiert.

Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags

Foto: epd-bild / Friedrich Stark

Margot Käßmann ist als erste Frau von 1994 bis 1999 Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Dafür zieht die Familie nach Fulda. Meist lassen sich Familie und Beruf gut verbinden, manchmal ist es schwer.

Büro in Fulda

Foto: epd-bild/ Norbert Neetz

Ein Blick ins damalige Büro in Fulda. Drei evangelische Kirchentage hat sie als Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags vorbereitet und mitgestaltet.

Familienbande

Foto: epd-bild / Jens Schulze

Mit den Töchern, von links nach rechts: Lea, Esther, Margot Käßmann, Hanna und Sara.

Neujahrespredigt in Dresden

Foto: picture alliance / Ralf Hirs

Es passiert viel: 1999 wird Margot Käßmann Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. 2006 gibt sie bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. 2007 lässt sich das Ehepaar Käßmann scheiden. Und 2009 wird sie als erste Frau die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Während ihrer Neujahrspredigt am 1. Januar 2010 spricht sie sich in der Dresdner Frauenkirche für ein Ende des Afghanistan-Einsatzes aus: "Nichts ist gut in Afghanistan". Sie ruft auf zu mehr Optimismus und Mut. Auch kleine Schritte veränderten die Welt, sagt sie in ihrer Neujahrspredigt.

Gastdozentin

Foto: epd-bild / Hyosub Shin

Nach einem Straßenverkehrsdelikt am 20. Februar und ihrem Rücktritt von allen kirchlichen Ämtern am 24. Februar 2010 ist sie als Gastdozentin von August bis Dezember 2010 an der Emory-University in Atlanta (Georgia, USA) tätig.

Die Verabschiedung

Foto: epd-bild / Jens Schulze

Die ehemalige hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann wird am 26. März 2011 in einem feierlichen Gottesdienst zur Einführung ihres Nachfolgers Ralf Meister gleichzeitig aus dem Amt verabschiedet. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der bayrische Landesbischof Johannes Friedrich, segnet Margot Käßmann. Rund 1.500 Gäste versammelten sich dazu in und um Hannovers Marktkirche.

Geburtstag

Foto: epd-bild / Norbert Neetz

An ihrem 53. Geburtstag ist sie auf dem evangelischen Kirchentag in Dresden: "Da wird auch dein Herz sein" lautet das biblische Leitwort.

Wittenberg

Foto: Kolja Warnecke

Magot Käßmann steht vor Beginn eines Jugendgottesdienstes an der Tür der Wittenberger Schloßkirche. Dort, wo Martin Luther seine Thesen angenagelt haben soll. Sie ist nun Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017.

Reformationsbotschafterin

Foto: Mark Reusch, Markus Lesinski, Archiv Margot Käßmann (r)

Während des Reformationsjubiläums 2017 wird Margot Käßmann die Ehrendoktorwürde der Theologischen Hochschule Mexiko verliehen (links). In dieser Zeit bereist sie die Welt. So besucht sie auch ein Kinderhilfsprojekt in Dhaka in Bangladesh (Mitte) und trifft sich beispielsweise mit Bischof Mwakyolile in Tansania. Auch freut sie sich über viele ökomenische Annäherungen.

Usedom

Foto: Markus Tedeskino/DroemerKnaur

Einfach mal Durchatmen und die Seele baumeln lassen: Margot Käßmann genießt ihre Zeit am Strand von Usedom.

Biografie

Foto: bene! Verlag

Wer mehr über das Leben von Margot Käßmann erfahren will, für den hat der Journalist Uwe Birnstein eine Biografie über sie geschrieben: "Margot Käßmann. Folge dem, was Dein Herz Dir rät."