Mehr schwerbehinderte Menschen in Deutschland

Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland ist leicht gestiegen.

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Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.

Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland ist leicht gestiegen. Zum Jahresende 2017 lebten rund 7,8 Millionen Schwerbehinderte in Deutschland - rund 151.000 oder zwei Prozent mehr als zwei Jahre zuvor.

Der Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 9,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag weiter mitteilte. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.

Etwas mehr als die Hälfte der schwerbehinderten Personen (51 Prozent) waren Männer. Behinderungen treten nach den Angaben vor allem bei älteren Menschen auf: So war etwa ein Drittel (34 Prozent) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter. 44 Prozent gehörten der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an. Zwei Prozent waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Mit 88 Prozent wurde der überwiegende Teil der Behinderungen von einer Krankheit verursacht, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Der Anteil der körperlichen Behinderungen lag bei insgesamt 59 Prozent, der von geistigen oder seelischen Behinderungen bei 13 Prozent. Neun Prozent hatten zerebrale Störungen. Über knapp ein Fünftel der Schwerbehinderten (19 Prozent) kann die Behörde keine Angaben machen.

Bei knapp einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (23 Prozent) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden. 33 Prozent wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.