Knobloch gegen Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten

Schüler des Geschichtsleistungskurses Oberstufe der Friedrich-von-Bodelschwinghschulen bei einem Besuch des früheren Konzentrationslagers Auschwitz in Polen.

Foto: epd-bild / Paul Schulz

Schüler des Geschichtsleistungskurses Oberstufe der Friedrich-von-Bodelschwinghschulen bei einem Besuch des früheren Konzentrationslagers Auschwitz in Polen. Knobloch sagt, schüler seien heute aufgeschlossen für diese Thematik und durch den Unterricht gut vorbereitet.

Knobloch gegen Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten
Die freiheitliche Demokratie in Deutschland steht nach Einschätzung von Charlotte Knobloch vor einer Bewährungsprobe.

Denn mit der AfD stelle sich eine "offen rechtsextreme Partei" zur Wahl, sagte die Präsidentin des Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bei einer Wochenendtagung der Evangelischen Akademie Tutzing zur studentischen NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose". In der politischen Diskussion werde man mit Aussagen überrascht, die noch vor einiger Zeit überhaupt nicht denkbar gewesen seien.

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Die junge Generation sei jedoch zunehmend aufgeschlossen für Erinnerungskultur und Beschäftigung mit der NS-Zeit, sagte die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland. Während sie noch vor einigen Jahren bei Zeitzeugen-Gesprächen auf desinteressierte oder sogar aggressive Schüler gestoßen sei, seien sie heute aufgeschlossen für diese Thematik und durch den Unterricht gut vorbereitet. Deshalb seien verordnete Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten ein "Fehler", sagte Knobloch.