Karlsruhe und Kapstadt bewerben sich um Treffen des Weltkirchenrates

Karlsruhe und Kapstadt bewerben sich um Treffen des Weltkirchenrates
Karlsruhe bewirbt sich als Austragungsort für die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Jahr 2021.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, werde die Kandidatur vor dem Zentralausschuss des ÖRK am Samstag kommender Woche vorstellen, teilte die Evangelische Landeskirche in Baden am Freitag in Karlsruhe mit. Die Mitglieder des Gremiums fällen die Entscheidung dann am 20. Juni.

Einziger weiterer Bewerber ist das südafrikanische Kapstadt. "Die badische Landeskirche würde sich außerordentlich freuen, die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe willkommen zu heißen", sagte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. Er wies darauf hin, dass im Jahr 2021 zugleich das 200. Jubiläum der badischen Kirchenunion gefeiert werde, die wegweisend für die Ökumene in Baden und darüber hinaus gewesen sei.

Vollversammlung findet alle acht Jahre statt

Die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber erklärte mit Blick auf die Bewerbung aus Kapstadt: "Ich freue mich, dass auch die zweite Einladung aus einer Kirche kommt, mit der wir tief verbunden sind." Der Weltkirchenrat repräsentiert mehr als 500 Millionen Christen aus 348 protestantischen, anglikanischen und orthodoxen Kirchen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan und stellt die Weichen für die Arbeit. Sie findet alle acht Jahre mit Tausenden Teilnehmern statt. Zur letzten Vollversammlung fuhren die Teilnehmer 2013 in das südkoreanische Busan, davor war 2006 Porto Alegre in Brasilien Gastgeber. Der ÖRK feiert 2018 sein 70-jähriges Bestehen.

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Petra Bosse-Huber
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