Weniger Anschläge auf Asylbewerberheime

Weniger Anschläge auf Asylbewerberheime
Die Zahl der fremdenfeindlichen Anschläge auf Asylbewerberheime ist wieder auf das Niveau von 2014, zur Zeit vor der sogenannten Flüchtlingskrise, gesunken. In den ersten drei Monaten dieses Jahres seien bundesweit 28 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte verübt worden, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamtes. Im Vergleich zu vorigen Quartalen habe sich die Zahl der Angriffe etwa halbiert.

Alle 28 Übergriffe aus dem ersten Quartal 2018 hatten einen rechtsradikalen Hintergrund, wie es hieß. In den meisten Fällen handelte es sich demnach um Propagandadelikte und Schmierereien (elf) sowie Sachbeschädigung (zehn). Die Polizei habe aber auch Gewaltdelikte und Volksverhetzung registriert.

Fremdenfeindliche Anschläge und Überfälle waren den Angaben zufolge nach dem starken Flüchtlingszuzug ab Spätsommer 2015 sprunghaft gestiegen. Ein Höhepunkt wurde zum Jahreswechsel 2015/2016 erreicht, als in den einzelnen Quartalen jeweils rund 470 Angriffe auf Flüchtlingsheime gezählt wurden. Seit etwa zwei Jahren ist der Trend rückläufig. Als Grund gelten die gesunkenen Asylbewerberzahlen.

Mehr zu Anschläge, Asylbewerberheime
Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst
Die heutige Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst besuchte vor 20 Jahren New York, als islamistische Attentäter zwei Flugzeuge in die "Twin Towers" lenkten. Was die Theologin dort sah und erlebte ist ihr bis heute im Kopf geblieben.
Terroranschlag der Al Quaida am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York. Flammen schlagen aus dem World Trade Center in New York, ein zweites Flugzeug fliegt in den Südturm.
Die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September 2001 sind nach den Worten des EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm bis heute zu spüren. Der bayerische Landesbischof fordert ein Umdenken im Kampf gegen den Terrorismus.