Boko Haram behält ein christliches Mädchen

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Boko Haram behält ein christliches Mädchen
Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat mehr als 100 im Februar im Norden Nigerias entführte Schülerinnen freigelassen. Nur ein Mädchen ist noch in den Händen der Miliz, weil es sich weigerte, zum Islam überzutreten. Die 15-jährige Christin Leah Sharibu lehnte es ab, im Gegenzug für die Freilassung ihren Glauben abzulegen, wie die britische Zeitung "Guardian" (Samstag) berichtete.

Vor einem Monat waren 110 Mädchen aus einem Internat in der Ortschaft Dapchi von mutmaßlichen Kämpfern der Terrormiliz Boko Haram verschleppt worden. 104 von ihnen wurden offenbar nach Bemühungen der Regierung am Mittwoch freigelassen worden, fünf sind gestorben.

Die Islamisten forderten von den Schülerinnen, Koranverse zu rezitieren und einen Hidschab zu tragen. Als Leah Sharibu sich auch auf Drängen der anderen weigerte, beschlossen die Islamisten, sie nicht freizulassen. Die 15-Jährige sei nicht bereit, so tun, als hätte sie ihren Glauben abgelegt, berichteten Mitschülerinnen dem "Guardian".

Boko Haram entführt immer wieder Frauen und Mädchen und wird für Anschläge und Gefechte mit mehr als 20.000 Toten seit 2009 verantwortlich gemacht. Rund 2,6 Millionen Menschen wurden vertrieben. Die Gruppe, die sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat" bekennt, will nach eigenen Angaben ein islamistisches Regime im Norden Nigerias errichten.

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