Irak-Geberkonferenz: Care fordert Hilfe

Irak-Geberkonferenz: Care fordert Hilfe
Vor der internationalen Geberkonferenz für den Irak fordert die Hilfsorganisation Care verlässliche Finanzzusagen für die Unterstützung der über drei Millionen Binnenvertriebenen in dem Land. "Der Irak kommt nicht zur Ruhe", erklärte Care-Referent für den Irak, Hannes Einsporn, am Sonntag in der nordirakischen Stadt Dohuk.

Manche der Binnenflüchtlinge warteten seit Jahren darauf, in ihre Heimatregionen zurückkehren zu können. Dazu kämen noch geflohene Menschen aus Syrien, die das Land aufgenommen hat. An der internationalen Geberkonferenz von Montag bis Mittwoch in Kuwait nehmen neben Staats- und Regierungschefs auch internationale Hilfsorganisationen teil.

Besonders betroffen ist nach Care-Angaben der Nordirak. Dort suchten über 820.000 Binnenvertriebene und mehr als 240.000 syrische Flüchtlinge nach Sicherheit, berichtete Einsporn. Da viele Familien wegen anhaltender bewaffneter Konflikte in absehbarer Zeit nicht nach Hause zurückkehren könnten, müssten ihre Gastgemeinden gestärkt werden, forderte er. Gleichzeitig müsse der Grundstein für Frieden in den Konfliktregionen gelegt werden. Dazu gehörten Investitionen in den Wiederaufbau von Infrastruktur wie Märkte, Schulen und Gesundheitseinrichtungen sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft und Frauenrechte.

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Christen im Irak aufgerufen. "Wir wollen erreichen, dass der Evangelische Kirchentag im Juni in Dortmund eine Resolution verabschiedet, Christen und auch Jesiden im Irak beizustehen", erklärte Organisation.


Care begrüßte, dass das Auswärtige Amt 2017 seine finanzielle Hilfe für den Irak auf insgesamt über 37 Millionen Euro erhöht hatte. Die Hilfsorganisation mahnte weitere mehrjährige Finanzzusagen anderer Länder an. Laut den Vereinten Nationen werden in diesem Jahr knapp 450 Millionen Euro benötigt, um 3,4 Millionen der am stärksten gefährdeten Menschen mit humanitärer Hilfe zu versorgen.