Großdemo für Agrarwende in Berlin

Einsatz von Stickstoff und Phosphor in der Landwirtschaft.

Foto: epd-bild / Norbert Neetz

Konsequenzen des Einsatzes von Glyphosat in der Landwirtschaft sind für Menschen, Tiere und Umwelt verhängnisvoll.

Großdemo für Agrarwende in Berlin
Zur traditionellen Berliner Großdemonstration für eine Agrar- und Ernährungswende werden erneut Zehntausende Teilnehmer erwartet. Die Kundgebung am kommenden Samstag steht unter dem Motto "Wir haben es satt", wie die Veranstalter am Montag mitteilten.
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Anlass ist der Beginn der "Grünen Woche", eine der weltweit größten Leistungsschauen der Agrarbranche. Organisiert wird die Demonstration von einem Bündnis aus rund 100 Umwelt-, Verbraucher-, Landwirtschaft- und Entwicklungsorganisationen. Die Veranstalter übten am Montag heftige Kritik an der Agrarindustrie.

So seien die Konsequenzen des Einsatzes von Glyphosat in der Landwirtschaft für Menschen, Tiere und Umwelt verhängnisvoll, erklärte das Bündnis. Es warnte vor einem "Artenschwund in unbekanntem Ausmaß und Krebsgefahr in unberechenbaren Dimensionen".

Das Demonstrationsbündnis spreche sich unter dem Motto "Für gesundes Essen für Alle" unter anderem für eine Ernährungspolitik aus, die auf regionale und nachhaltige Lebensmittel setze statt auf industrielle Massenprodukte, erklärte Bündnissprecher Jochen Fritz.

Zudem wird unter dem Stichwort "Für artgerechte Tierhaltung" ein Ende von Subventionszahlungen an die Agrarindustrie gefordert. Stattdessen müsse die Bundesregierung die artgerechte Tierhaltung stärker fördern. Unter dem Titel "Für die globale Agrarwende" plädieren die Bündnispartner zudem für globale Bauernrechte sowie für einen weltweit sicheren Zugang zu Land, Wasser, Saatgut und Nahrung.

Die "Wir haben es satt"-Demonstration im Berliner Regierungsviertel startet am Samstag, 20. Januar, um 8.30 Uhr vor derm Berliner Hauptbahnhof. Die Abschlusskundgebung ist ab 13.30 Uhr vor dem Brandenburger Tor geplant.

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