Unwettergeschädigte US-Kirchen erhalten Hilfe vom Staat

 Calvary Baptist Kirche in  Deweyville, Texas,

Foto: Scott McIntyre/NYT/Redux/laif

Die Calvary Baptist Kirche in Deweyville, Texas, wurde auch überflutet vom Strum Harvey im September 2017. Unwettergeschädigte Kirchen künftig staatliche Hilfe zum Wiederaufbau.

Unwettergeschädigte US-Kirchen erhalten Hilfe vom Staat
Infolge einer neuen Anweisung der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA erhalten unwettergeschädigte Kirchen künftig staatliche Hilfe zum Wiederaufbau.

Zuvor hätten die Gemeinden wegen des Prinzips der Trennung von Kirche und Staat kein Geld bekommen, schrieb der Informationsdienst Baptist Press am Mittwoch (Ortszeit). Die Neuerung begünstigt mehrere Kirchen in Texas, die im August bei Hurrikan "Harvey" Schaden erlitten hatten.

Wohnorte erholten sich schneller, wenn "Kirchen in der Lage sind, ihre gute Arbeit fortzusetzen", sagte der Direktor des "Verbandes südlicher Baptisten von Texas", Jim Richards. Die Organisation "Vereinigte Amerikaner für Trennung von Kirche und Staat" protestierte. Die Regierung solle Religionsgruppen nicht subventionieren.

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Mit einem Bittgebet im Rahmen einer Gedenkveranstaltung hat die USA am Donnerstag (Ortszeit) den Jahrestag des gewaltsamen Ansturms auf das US-Kapitol in Washington begangen.
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Das Oberste Gericht der USA hat sich am Mittwoch mit einem Streit um religiöse Diskriminierung und das in der Verfassung verankerte Prinzip der Trennung von Kirche und Staat befasst.

Über Geldzahlungen an Kirchen wird in den USA seit Jahren gestritten. Laut der Zeitung "Washington Post" entschied Präsident George W. Bush bei Hurrikan "Katrina" 2005, kirchlichen Schulen und anderen religiösen Einrichtungen zu helfen, nicht aber Kirchengemeinden.

Die Katastrophenschutzbehörde FEMA berief sich auf ein US-Verfassungsgerichtsurteil vom Juni. Die Richter entschieden zugunsten einer lutherischen Gemeinde in Missouri. Das dortige Umweltschutzamt habe der Gemeinde allein wegen ihrer religiösen Identität "öffentlich zugängliche Begünstigungen" verwehrt.

US-Präsident Donald Trump stellte sich auf Seiten der texanischen Kirchen. Die Gemeinden sollten FEMA-Geld bekommen, um ihre Auslagen für Hilfe für Opfer zu erstatten, schrieb Trump auf Twitter.