Frauen in Deutschland sehen Zukunft optimistischer als Männer

Frauen in Deutschland sehen Zukunft optimistischer als Männer
Das Glücksgefühl in Deutschland scheint zu wachsen. Immer mehr Deutsche sind nach einer Umfrage der "Leipziger Volkszeitung" mit ihrem Leben zufrieden. Für fast jeden Zweiten (44 Prozent) sei es 2017 "richtig gut" gelaufen, berichtet die Zeitung (Samstag) laut ihrer bundesweiten Erhebung. Zwölf Monate zuvor hatten dies nur 39 Prozent angegeben. Befragt wurden im Dezember 1.002 repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahren aus dem ganzen Bundesgebiet per Telefon.

Auch der Ausblick auf das neue Jahr strahle wachsenden Optimismus aus, heißt es weiter. So erwarten der Umfrage zufolge bundesweit 41 Prozent der Befragten, dass das kommende Jahr für sie noch besser wird als 2017. Das sagen 38 Prozent im Osten und 42 Prozent im Westen. Im Vorjahr äußerten sich deutschlandweit nur 38 Prozent derart optimistisch.

Frauen sehen der Umfrage zufolge deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als die Männer. Während 45 Prozent der Frauen davon ausgehen, dass 2018 besser wird, sagen dies nur 38 Prozent der Männer.

Die Bürger seien aus dem Stimmungstief des vergangenen Jahres heraus, heißt es weiter. Im Westen seien etwa 45 Prozent "rundum zufrieden mit dem zu Ende gehenden Jahr 2017", im Osten sind es den Angaben zufolge rund 43 Prozent. 2016 zogen im Osten 37 Prozent und im Westen 40 Prozent eine derart positive Bilanz für sich.

Für die meisten anderen Befragten (deutschlandweit rund 43 Prozent) war das Jahr 2017 der Umfrage zufolge "weder besser noch schlechter als das davor". Nur zwölf Prozent sagen, dass es ihnen in den vergangenen zwölf Monaten "schlecht bis sehr schlecht" ging.

Für eine "überwiegend positive Grundstimmung" spreche zudem, dass fast zwei Drittel (62 Prozent) einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung erwarten, ergab die Umfrage. Im vergangenen Jahr rechnete nur jeder Zweite (47 Prozent) damit. Eine große Mehrheit von 86 Prozent geht nicht von einem sozialen Abstieg aus, jeder Dritte hofft zudem auf einen Karrieresprung im nächsten Jahr.

Die Umfrage führte des Leipziger Meinungsforschungsinstituts Uniqma im Auftrag der "Leipziger Volkszeitung" durch. Die LVZ-Umfrage zum Jahreswechsel gibt es seit 19 Jahren - zunächst nur für Ostdeutschland, seit 2004 für ganz Deutschland.

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