Seelsorge für Teilnehmer des Prozesses zur Love Parade

Seelsorge für Teilnehmer des Prozesses zur Love Parade
Beim Loveparade-Prozess, der am 8. Dezember vor dem Landgericht Duisburg beginnt, stehen den Zuhörern Psychologen, Seelsorger und Ärzte zur Seite: An jedem der geplanten 111 Verhandlungstage solle ein Dreierteam im Einsatz sein, meldete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In einem Raum neben dem Gerichtssaal sollen sie für Gespräche mit jenen bereitstehen, die der Prozess schwer belastet.

Das Landgericht hatte dem Bericht zufolge die Stiftung "Duisburg 24.7.2010" gebeten, das Angebot zu organisieren. Die Stiftung kümmert sich um Opfer und Hinterbliebene des Loveparade-Unglücks. Der Prozess ist wegen des öffentlichen Interesses von Duisburg ins Congress Center Düsseldorf verlegt worden. Vier Mitarbeitern der Veranstalterfirma und sechs Bediensteten der Stadt Duisburg wird vorgeworfen, durch Fehler bei Planung oder Genehmigung des Techno-Festivals im Juli 2010 zur Entstehung einer Massenpanik beigetragen zu haben. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben, mehr als 650 wurden verletzt.

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Loveparade Opfer Gedenken
Auch nach zehn Jahren beschäftigt das Loveparade-Unglück nach Worten des Notfallseelsorgers Richard Bannert die Opfer und Angehörigen. "Die Seelsorge hört nie auf in einem solchen Fall", sagte der Seelsorger der rheinischen Landeskirche am Freitag im WDR5-"Morgenecho".
Loveparade Unglück 2010
Der Ombudsmann für Betroffene des Loveparade-Unglücks, Pfarrer Widera, geht davon aus, dass er sein Ehrenamt zum Ende des Jahres abgeben kann. Zehn Jahre nach der Tragödie bei dem Festival sei das Interesse an Beratung nicht mehr so groß.