Bundespräsident ruft zu Spenden für Welthungerhilfe auf

Bundespräsident ruft zu Spenden für Welthungerhilfe auf
Zum Auftakt der "Woche der Welthungerhilfe" hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Unterstützung des Kampfes gegen Hunger und Mangelernährung aufgerufen. Hunger treffe nicht alle gleich, sondern vor allem Kinder, Arme und Landbewohner, "die, die keine Macht haben", erklärte Steinmeier.

Die Welthungerhilfe, eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, helfe seit 55 Jahren dabei, dass Menschen ihr Leben wieder in die eigene Hand nehmen könnten. Er rief zugleich zu Spenden auf. An diesem Montag ist Welternährungstag.

Nach Worten von Steinmeiers arbeitet die Welthungerhilfe auch in extrem schwierigen und gefährlichen Ländern. Er verwies dabei von Ernteausfällen betroffenen Regionen Afrikas oder die Kriegsgebiete des Südsudan, Syriens und des Irak. Wie zuletzt in Burkina Faso würden Helfer immer wieder zu Opfern von Terror und Gewalt, sagte der Bundespräsident.

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Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, erklärte am Sonntag in Berlin: "Hunger sollte eigentlich kein Thema mehr sein. Aber leider sieht die Realität anders aus." Sie verwies auf den aktuellen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Danach leiden 815 Millionen Menschen weltweit unter Hunger, täglich sterben Tausende von ihnen an den Folgen des Ernährungsmangels, vor allem kleine Kinder.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist der Kampf gegen den Hunger ein Schwerpunkt der humanitären Hilfe Deutschlands. Im Jahr 2016 seien 553 Millionen Euro in Projekte gegen Hunger und Mangelernährung geflossen, im diesem Jahr 633 Millionen Euro.

Der Internationale Welternährungstag findet jedes Jahr am 16. Oktober statt. Seit 1979 erinnern die Vereinten Nationen damit an die vielen Millionen Menschen weltweit, die Hunger leiden. Die Welthungerhilfe stellt in der Woche rund um den Welternährungstag ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor und bittet um Spenden.