Generalsekretär des LWB erhält Augsburger Friedenspreis

Generalsekretär des LWB erhält Augsburger Friedenspreis
Der Augsburger Friedenspreis geht in diesem Jahr an den Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Martin Junge. Der 56-Jährige Chilene verbinde Europa und Südamerika miteinander, sagte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) am Dienstag bei der Bekanntgabe des Preisträgers im Augsburger Rathaus. Junge wurde 1961 in Chile als Sohn einer österreichischen Mutter und eines chilenischen Vaters geboren.

Junge studierte Theologie in Deutschland und arbeitete anschließend in Deutschland, Chile und der Schweiz. Er war Präsident der evangelisch-lutherischen Kirche in Chile. Seit 2010 leitet er das Büro des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Genf. Junge sagte in einer ersten Stellungnahme, der mit 12.500 Euro dotierte Preis "ermutigt uns im Lutherischen Weltbund und mich persönlich, den Weg der Versöhnung zwischen Kirchen und Religionen fortzusetzen".

Der Lutherische Weltbund (LWB) verbindet weltweit mehr als 74 Millionen lutherische Christen in 145 Kirchen in 98 Ländern. Gegründet wurde er 1947 in Lund. Daher trafen sich auch Papst Franziskus und die Spitzen des LWB am 31. Oktober 2016 zum Auftakt der Feiern zu 500 Jahren Reformation in dieser südschwedischen Kleinstadt. Präsident des Lutherischen Weltbundes ist der Nigerianer Musa Panti Filibus. Seinen Hauptsitz hat der LWB in Genf. Während die Lutheraner sich auf die Theologie Martin Luthers (1483-1546) berufen, orientieren sich reformierte Christen an Johannes Calvin (1509-1564) oder Ulrich Zwingli (1484-1531).

Mehr zu Friedensfest, Lutherischer Weltbund
Anne Burghardt
Als erste Frau hat die estnische Pfarrerin Anne Burghardt am Montag die Position der Generalsekretärin des Lutherischen Weltbundes (LWB) übernommen. Die 45-Jährige Theologin ist gleichzeitig die erste Mittelosteuropäerin in dieser Stellung.
Lutherische Pfarrerin  wird ordiniert
Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Martin Junge, hat sich zum Ende seiner Amtszeit für die Ausweitung der Frauenordination stark gemacht. Es gebe "starke theologische Argumente" für den Dienst von Frauen als ordinierte G