KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen zeigt Ausstellung über SS-Körperkult

Die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen.

Foto: epd-bild/Gordon Welters

Die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen.

KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen zeigt Ausstellung über SS-Körperkult
Die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen informiert mit der Ausstellung "Die Körper der SS - Ideologie, Propaganda und Gewalt" über das Selbstbild der Täter.

Gezeigt werde, wie sehr die Nationalsozialisten in Körperbildern dachten und wie die Vorstellung vom soldatischen, kriegerischen Körper das mörderische Handeln der SS bestimmte, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Oranienburg mit.

Die Ausstellung war zuerst 2016 im Kreismuseum Wewelsburg zu sehen. Die Renaissance-Burg in der Nähe von Paderborn sollte nach dem Willen Himmlers zu einer SS-Kultstätte umgebaut werden. Häftlinge, die in der Nähe in einem eigens eingerichteten Außenlager des KZ Sachsenhausen untergebracht waren, wurden dabei als Zwangsarbeiter eingesetzt.

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Das rassistisch definierte Idealbild des "arisch-nordischen" Körpers sei eine der Grundlagen der NS-Ideologie, betonte die Stiftung. Daraus folgten der Ausschluss und die Vernichtung davon abweichender Menschen und Gruppen. Der Einzelne sei entweder in die "germanische Volksgemeinschaft" integriert oder in die Gruppe der "Volksfeinde" verstoßen worden.

Die Ausstellung, die vom 3. August bis zum 3. Dezember geöffnet ist, thematisiere auch die bis in die Gegenwart reichenden Nachwirkungen der SS-Ideologie, hieß es weiter. Neben zahlreichen Fotos und Dokumenten werden Uniformen, Plastiken und andere Exponate gezeigt.