Interesse von Touristen an Lutherstädten steigt

Reformation in Wittenberg

Foto: epd-bild/Jens Schlueter

Interesse von Touristen an Lutherstädten steigt
Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums sind in den mit dem Reformator Martin Luther (1483-1546) in Verbindung gebrachten Städten in Sachsen-Anhalt bisher mehr Touristen als im Vorjahr gezählt worden.

In den Lutherstädten Wittenberg und Eisleben seien seit Jahresanfang zusammen knapp 55.000 Gäste und 103.000 Übernachtungen registriert worden, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mit. Dies seien rund 12.700 Touristen und 27.100 Übernachtungen mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum von Januar bis Mai 2016.

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Martin Luther (1483-1546) lebte in Mitteldeutschland. Geboren und gestorben ist er in Eisleben, gearbeitet hat er in Erfurt, Wittenberg und Eisenach - mit "Dienstreisen" nach Heidelberg, Augsburg, Worms, Marburg, Coburg, Torgau und Rom.

In der Lutherstadt Wittenberg, in der Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht hat, wurden seit Jahresanfang 46.356 Touristen gezählt, darunter fast 6.500 ausländische Gäste. Im Vorjahr besuchten zwischen Januar und Mai laut Statistikamt rund 35.000 Gäste die Lutherstadt, darunter mehr als 4.600 Touristen aus dem Ausland.