Reformierte Weltgemeinschaft betont Eintreten gegen Ungerechtigkeit

Reformierte Weltgemeinschaft betont Eintreten gegen Ungerechtigkeit
Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen will sich auch in Zukunft gegen globale Ungerechtigkeit und Militarisierung einsetzen. Dazu solle weiterhin mit den Vereinten Nationen zusammengearbeitet werden, beschloss die Generalversammlung der Weltgemeinschaft am Montag in Leipzig.

Zugleich bekräftigten die Delegierten ihr Eintreten für Frieden und Versöhnung und ihr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Fundamentalismus. Weitere Beschlüsse zur Ordinierung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit wurden vertagt. Am Abend wollten die rund 1.000 Delegierten und weiteren Teilnehmer des Weltgipfels am traditionellen Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche teilnehmen.

Die Generalversammlung tagt seit Donnerstag in Leipzig. Sie kommt nur alle rund sieben Jahre zusammen, zuletzt 2010 in den USA und 2004 in Ghana. Am Sonntag war die Versammlung für einen Festgottesdienst in den Berliner Dom gereist. Die Versammlung endet am Freitag.

Einer der Höhepunkte steht am Mittwoch an. Dann reisen die Teilnehmer an die Wirkungsstätte von Reformator Martin Luther (1483-1546) nach Wittenberg. Dort wollen sich die Reformierten der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" anschließen, die Katholiken und Lutheraner 1999 unterzeichnet hatten.

Weltweit gehören rund 80 Millionen Menschen einer reformierten Kirche an. Die Weltgemeinschaft hat aktuell 233 Mitgliedskirchen, 126 davon haben Delegierte nach Leipzig geschickt. In der Lehre beziehen sich reformierte Christen, anders als etwa die Lutheraner, die theologisch in direkter Nachfolge Luthers stehen, vor allem auf die Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli (1484-1531) und Johannes Calvin (1509-1564).

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