Jemen: Verdacht auf Cholera bei 100.000 Menschen

Jemen: Verdacht auf Cholera bei 100.000 Menschen
Im Bürgerkriegsland Jemen sind vermutlich mehr als 100.000 Menschen an Cholera erkrankt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bereits mindestens 789 Menschen an der Infektionskrankheit, wie die Organisation am Donnerstag erklärte.

In 19 der 21 Verwaltungsbezirke seien Fälle registriert worden, teilte die WHO im Jemen über den Nachrichtendienst Twitter mit. Durch den Krieg und die Hungersnot im Jemen sind die Menschen besonders anfällig für Krankheiten. Cholera wird durch Bakterien übertragen und breitet sich besonders unter unhygienischen Bedingungen schnell aus. Schon wenige Stunden nach der Ansteckung können starker Durchfall und Erbrechen auftreten. Der Körper verliert extrem schnell Flüssigkeit und Mineralstoffe, was zu Nierenversagen oder zum Kollaps des Herzkreislaufsystems führen kann.

Im Jemen leiden laut den Vereinten Nationen 17 Millionen Menschen Hunger. Seit März 2015 toben schwere Gefechte. Schiitische Huthi-Rebellen kämpfen gegen die sunnitisch geprägte Regierung. Auf deren Seite steht eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz.

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