"Lutherweg 1521" wird am Sonntag eröffnet

"Lutherweg 1521" wird am Sonntag eröffnet
Nach mehr als fünf Jahren Planung wird an diesem Sonntag im hessischen Romrod der "Lutherweg 1521" eröffnet. Der 400 Kilometer lange Wander- und Pilgerpfad zwischen Worms und Eisenach ist eines der zentralen Projekte zum 500. Reformationsjubiläum in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Zur Eröffnung werten unter anderen der hessische Wirtschaftssminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, erwartet. Der "Lutherweg 1521" deckt sich in weiten Teilen mit der historischen Route, die Martin Luther (1483-1546) zu seinem Gespräch bei Kaiser Karl V. in Worms und seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg bei Eisenach im Jahre 1521 zurücklegte. Damals musste Luther auf dem Reichstag öffentlich Rechenschaft über seine neuen Glaubensüberzeugungen ablegen.

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Sagenumwoben und Weltkulturerbe: Die Wartburg in Eisenach in Thüringen wird am 27. Januar 1080 erstmals urkundlich erwähnt. Seitdem hat sie viele Bewunderer gefunden.
Pastor Frank Muchlinsky vor der Wartburg
Redaktionspfarrer Frank Muchlinsky besuchte für eine Hochzeit die Wartburg. Bei der Führung durch die Burg war er ein wenig enttäuscht von der leeren Schreibstube Luthers. So kam er auf die Idee, hier wieder jemanden einziehen zu lassen.

Der Pilgerweg führt von Eisenach in Thüringen über Bad Hersfeld und Alsfeld Richtung Friedberg, Frankfurt und Rüsselsheim nach Oppenheim in rheinland-pfälzisches Gebiet, um dann in Worms zu enden. Die Strecke durchquert dabei elf Kreise und Städte. Sie folgt vor allem alten Handelsrouten, die auch der Reformator auf seiner Reise nutzte. Getragen wird das Projekt von einem eigenen Verein, der 2012 gegründet wurde.