Studie: Comeback der Religion in Ost- und Mitteleuropa

Studie: Comeback der Religion in Ost- und Mitteleuropa
In den ehemals kommunistisch regierten Staaten in Ost- und Mitteleuropa gibt es einer Studie zufolge ein "bemerkenswertes Comeback" der Religion. Das gelte besonders für mehrheitlich christlich-orthodoxe Länder, teilte das US-amerikanische Pew Research Center am Mittwoch in Washington mit.

In Russland sei der Bevölkerungsanteil der orthodoxen Gläubigen seit der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 von 37 Prozent auf 71 Prozent gestiegen, in Bulgarien von 59 auf 75 Prozent und in der Ukraine von 39 auf 78 Prozent. In Zusammenarbeit mit örtlichen Meinungsforschern befragte das Institut mehr als 25.000 Menschen in 18 Ländern.

Die Antworten zeigten, dass Glauben und nationale Identität häufig eng verknüpft seien, erläuterte das Pew Research Center. In Russland erklärten 57 Prozent, das orthodoxe Christentum sei wichtiger Teil der nationalen Identität, in Armenien 82 Prozent, in Georgien 81 Prozent und in Serbien 78 Prozent.

Bei sozialen Fragen vertreten orthodoxe Gläubige der Erhebung zufolge überwiegend konservative Positionen. 85 Prozent der Russen erklärten, homosexuelles Verhalten sei moralisch verwerflich. In orthodoxen Ländern hätten die Menschen zudem mehrheitlich ein "traditionelles Verständnis" von Gender-Rollen.

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