Fassade der Dresdner Frauenkirche wird von Salz befreit

Die Kuppel der Dresdner Frauenkirche im Morgengrauen.

Foto: epd-bild/Matthias Rietschel

Die Kuppel der Dresdner Frauenkirche im Morgengrauen.

Fassade der Dresdner Frauenkirche wird von Salz befreit
An der Fassade der Dresdner Frauenkirche sind für die nächsten Wochen aufwendige Sanierungsarbeiten geplant. Der Sandstein am sogenannten Hauptgesims des Choranbaus werde von Salzen befreit, sagte Thomas Gottschlich, Architekt der Stiftung Frauenkirche Dresden, am Dienstag zum Beginn der Arbeiten.

Dazu würden Restauratoren in 22 bis 28 Metern Höhe eine spezielle Paste auftragen, die sich zu einer Kompresse verfestigt und die Salze aufnimmt. Eine erste Etappe ist bis Anfang Juni vorgesehen.

Der Chor ist das größte zusammenhängende Ruinenteil, das beim Wiederaufbau in die Frauenkirche integriert wurde. Zum Teil seien dort 290 Jahre alte Steine verbaut, sagte Gottschlich. Für die Arbeiten stehe nun das erste Mal seit Abschluss des Wiederaufbaus 2005 wieder ein Gerüst an der Frauenkirche. Die Kosten sind mit mindestens 85.000 Euro veranschlagt. Es sei nicht auszuschließen, dass die Kompressenentsalzung mehrfach erfolgen muss.

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Die Arbeiten führten für die Besucher des Barockbaus zu keinen Beeinträchtigungen, hieß es. Die Stiftung Frauenkirche Dresden ist unter anderem für den Erhalt des Bauwerkes zuständig. Staatliche Mittel fließen dafür keine.

Der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Dresdner Frauenkirche begann Anfang der 90er Jahre als Zeichen der Versöhnung und mit Unterstützung von weltweiten Spendern. Das Wahrzeichen in der Altstadt wurde 2005 wieder geweiht. Jährlich besuchen knapp zwei Millionen Menschen die Kirche am Dresdner Neumarkt.