Menschenkette für Toleranz in Dessau-Roßlau

Menschenkette für Toleranz in Dessau-Roßlau
Rund 2.500 Bürger haben sich am Samstag in Dessau-Roßlau an einer Menschenkette für Frieden und Toleranz beteiligt. Unter der Überschrift "Dessau-Roßlau ist bunt statt braun" waren zum fünften Mal in Folge Einwohner aufgerufen, sich friedlich gegen eine Demonstration von Neonazis in der Stadt zu engagieren.
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An dieser Demonstration in der Dessauer Innenstadt beteiligten sich am Samstag nach den Worten eines Polizeisprechers etwa 130 Menschen. Bei verschiedenen Protestaktionen gegen den rechten Aufmarsch wurden rund 300 Teilnehmer gezählt. Zu Zwischenfällen kam es laut der Polizei bis zum Nachmittag nicht.

Mit der Menschenkette wollte das Netzwerk Gelebte Demokratie in Dessau-Roßlau wie in den Vorjahren für eine tolerante, offene und demokratische Stadtgesellschaft demonstrieren. Die Kirchen der Stadt waren als Orte der Stille geöffnet.

Hintergrund der Veranstaltungen ist der Jahrestag der Bombardierung der Stadt, der von Rechtsextremisten seit Jahren für ihre Propaganda missbraucht wird. Dessau war von 1940 bis 1945 Ziel mehrerer alliierter Luftangriffe. Bei dem schwersten am 7. März 1945 kamen etwa 700 Menschen ums Leben. Außerdem wurde ein Großteil der Stadt zerstört.

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