Mehrheit der US-Amerikaner für Trennung von Kirche und Politik

Mehrheit der US-Amerikaner für Trennung von Kirche und Politik
Die Mehrheit der US-Amerikaner (71 Prozent) befürwortet das Verbot für Kirchen und steuerbefreite Organisationen, sich parteipolitisch zu engagieren und Kandidaten zu unterstützen. Das geht aus einer am Freitag in Washington veröffentlichten Umfrage hervor. Damit stehen die meisten Amerikaner im Widerspruch zu Präsident Donald Trumps Vorhaben, Kirchen von dieser Auflage zu befreien.

Der Umfrage zufolge sind 36 Prozent der weißen Evangelikalen, 23 Prozent der weißen Mainstream-Protestanten, 25 Prozent der Katholiken und 19 Prozent der schwarzen Protestanten der Ansicht, Kirchen sollten parteipolitisch tätig sein dürfen. Gegenwärtig droht Kirchen die Aberkennung der Steuerbefreiung, wenn sie Kandidaten unterstützen. Trump hat sich mehrmals gegen die Vorschrift ausgesprochen. Beim Gebetsfrühstück in Washington im vergangenen Monat erklärte der Präsident, er wolle das Gesetz "total zerstören".



Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) vertritt laut der Erhebung die Ansicht, Geschäfte sollten gleichgeschlechtliche Paare nicht aus Glaubensgründen diskriminieren dürfen. US-Gerichte befassen sich mit mehreren Fällen, bei denen evangelikale Geschäftsinhaber keine Blumen oder keinen Kuchen für gleichgeschlechtliche Hochzeitsfeiern liefern wollten. Ähnlich viele Befragte (63 Prozent) befürworten der Umfrage zufolge die in den USA seit Juni 2015 geltende rechtliche Anerkennung der Homo-Ehe.

Für die Erhebung befragte das "Public Religion Research Institute" 2.031 US-Amerikaner telefonisch.  

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