Käßmann wirbt in Mittelamerika für Reformationsjubiläum

Pk Programm zum Reformationsjubiläum 2017

Foto: dpa/Bernd Settnik

Käßmann wirbt in Mittelamerika für Reformationsjubiläum
Die evangelische Theologin Margot Käßmann ist Spuren der Reformation in Mittelamerika nachgegangen. Nach einem zwölftägigen Aufenthalt in Mexiko, Guatemala, El Salvador und Costa Rica erklärte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag: "Mittelamerika zehrt von den Bildungsimpulsen der Reformation."

Die kleinen lutherischen Kirchen in der Region engagierten sich für das Anliegen Martin Luthers, Schulen für alle zu gründen und die Bibel in die Volkssprache zu übersetzen. Mittlerweile sei die Bibel in 11 der 24 Maya-Sprachen übersetzt.

Käßmann hielt auf ihrer Reise Vorträge und Gottesdienste in lutherischen Gemeinden und warb in Botschaften und kulturellen Einrichtungen für das 500. Reformationsjubiläum. Das Jubiläum führe zu neuen ökumenischen Netzwerken, stellte die Theologin fest. In Guatemala etwa sei der Nationale Kirchenrat am Gedenken interessiert. Geplant seien unter anderem ein öffentlicher Festakt in Anwesenheit des Präsidenten und die Errichtung eines Reformationsdenkmals auf dem Platz "Berlin" in der Hauptstadt Guatemala City.

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 intrag von Reformator Philipp Melanchthon im Stammbuch
Ein 1976 in Wittenberg gestohlenes Stammbuch mit einem handschriftlichen Eintrag von Philipp Melanchthon (1497-1560) kehrt zurück. Die Staatsbibliothek zu Berlin habe den Vorgänger moderner Poesiealben bei einer Auktion erworben.
 500 Jahre Reformation fortsetzen
Der Erfurter Theologie-Professor Michael Haspel dringt auf eine Fortsetzung des Reformationsgedenkens. Die 500-Jahr-Feier des Thesenanschlags 2017 könne nicht der Endpunkt dafür gewesen sein.

Während ihrer Reise konnte sich Käßmann auch über akademische Ehren freuen: Die Theologische Hochschule Mexico verlieh der Theologin die Ehrendoktorwürde.

Die evangelische Kirche feiert bis Oktober dieses Jahres 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht. Der legendäre Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.