Riga: Ausstellung zur 500 Jahren Reformation und dem Erbe Luthers

Riga: Ausstellung zur 500 Jahren Reformation und dem Erbe Luthers
Das Luthertum im Spiegel der Zeit: Das Lettische Nationale Kunstmuseum widmet sich in einer Ausstellung dem Erbe Martin Luthers (1483-1546) und seiner 1517 verfassten 95 Thesen.

Bis zum 12. März werden im Kunstmuseum Rigaer Börse unter dem Titel "500 Jahre Reformation" westeuropäische Grafiken vom 15. bis 20. Jahrhundert präsentiert. Die historischen Kunstwerke bilden die Lutherzeit und seine Gesellschaft ab, aber auch die verschiedenen Ausprägungen, welche die neue Lehre in fünf Jahrhunderten annahm.

Den Kern der seit Samstag laufenden Ausstellung bilden Grafiken aus Deutschland. Zu sehen sind etwa Stiche, Drucke und Radierungen von Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Otto Dix, Lucas Cranach oder Hans Holbein. Parallel dazu beleuchten Kunstwerke aus den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich die religiösen Entwicklungstendenzen und Geschehnisse im Kulturraum dieser Länder.

Ausgestellt werden gut 200 Grafiken aus drei Sammlungen. Mehr als die Hälfte davon stammen von dem privaten deutschen Kunstsammler Thomas Emmerling. "Ich möchte gerne einen Beitrag dazu leisten, dass man sich dessen wieder bewusst ist, welche Freiheiten wir haben", sagte Emmerling der Deutschen Presse-Agentur in Riga. Für ihn seien 500 Jahre Reformation auch "500 Jahre Geschichte von Freiheit und vom Individuationsprozess der Menschen". 

Begleitend zur Ausstellung werden vom Museum zusammen mit der Lettischen Nationalbibliothek und der Lettischen Universität mehrere Diskussionen und Vorträge veranstaltet. Sie sind Teil eines umfangreichen Programms, mit dem Riga das Jubiläumsjahr begeht. "Die Reformation ist von besonderer Bedeutung für Lettland, wo sie als einem der ersten Gebiete im 16. Jahrhundert in Europa eingeführt wurde", sagte Kuratorin Daiga Upeniece.

Meldungen

Top Meldung
Susanne Bei der Wieden wird Kirchenpräsidentin
Am Ende ging es trotz technischer Schwierigkeiten schnell. Die digital tagende Synode der Evangelisch-reformierten Kirche hat erstmals eine Frau an die Spitze gewählt. Sie will die Kirche menschennah positionieren und sprachfähiger machen.