Weltkirchenrat: In Davos für soziale Gerechtigkeit einsetzen

Kinderhände mit kleinem Globus.

Foto: artistlike/pixabay

In Davos werden viele soziale und entwicklungspolitische Themen diskutiert.

Weltkirchenrat: In Davos für soziale Gerechtigkeit einsetzen
Der Weltkirchenrat hat Politiker und Unternehmer beim Weltwirtschaftsforum in Davos aufgerufen, sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Die Schwachen hätten das Recht, von den Mächtigen einen großen Beitrag für das Wohlergehen der Gesellschaften zu verlangen.

Die Führungspersönlichkeiten in Staat und Firmen hätten eine besondere Verantwortung für die Menschheit, erklärte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit, zum Auftakt des Forums am Dienstag. Tveit, der selbst nach Davos gereist war, betonte dort während einer Friedens-Veranstaltung in der reformierten Kirche St. Johann, dass alle Menschen auf der Welt die Schöpfung Gottes bewahren müssten.

In Davos debattieren von Dienstag bis Freitag 3.000 Geschäftsleute, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft über "Responsive and Responsible Leadership" (Reaktionsschnelle und verantwortliche Führung). Dabei sollen die Teilnehmer Ideen über eine verstärkte weltweite Kooperation, eine Wiederbelebung der globalen Wirtschaft und eine Reform der Marktwirtschaft austauschen.

Rund die Hälfte der 400 Sitzungen des Forums werden soziale und entwicklungspolitische Themen behandeln. Zudem stehen die globalen Krisen und Konflikte wie in Syrien und im Irak auf der Agenda. Das Forum ist keine Entscheidungsinstanz.

Kritiker bemängeln seit Jahren eine mangelnde Transparenz bei dem Treffen der wirtschaftlichen und politischen Elite: Die Mächtigen kämen in der Abgeschiedenheit der Schweizer Alpen zusammen, um unkontrolliert Absprachen über die globale Zukunft zu treffen.

Meldungen

Top Meldung
Die Corona-Pandemie hat am Sonntag erneut die Predigten leitender Geistlicher beherrscht. Sie appellierten an die Gläubigen, alte und kranke Menschen jetzt nicht alleinzulassen. "Wir sitzen alle im selben Boot", betonte der Papst.