Landeskirchen tauschen Ortsteile aus

Landeskirchen tauschen Ortsteile aus
Die braunschweigische und die hannoversche Landeskirche haben sich auf einen Austausch von Ortsteilen entlang ihrer Grenzen geeinigt. Die Synoden beider evangelischer Kirchen stimmten am Donnerstagabend und Freitag jeweils einstimmig für einen entsprechenden Vertrag.
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Aus historischen Gründen gebe es in den Landeskirchen mehrere Orte, die von der jeweils anderen Landeskirche über die Grenzen hinweg pfarramtlich versorgt würden, hieß es in den Kirchenparlamenten zur Begründung. Auf beiden Seiten wechseln nun ab 2017 rund 1.500 Kirchenmitglieder die Landeskirche.

Auf der braunschweigischen Seite werden eine Kirchengemeinde und zwei Ortsteile sowie ein Teilgebiet im Harz ausgegliedert und in die hannoversche Landeskirche eingegliedert. Dabei geht es um Neubrück zwischen Peine und Gifhorn, Hoitlingen und Tiddische bei Wolfsburg sowie ein Gebiet bei Bad Grund.



Von der hannoverschen Kirche gehen eine Kirchengemeinde und zwei Kapellengemeinden im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld ab 2017 an die braunschweigische Landeskirche. Dies betrifft Groß Rhüden bei Seesen am Harz sowie Werder und Wohlenhausen bei Bockenem. Dort war ein erster Versuch der Umgliederung vor rund zehn Jahren gescheitert. Diesmal gab es vor Ort keine Widersprüche.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat rund 2,6 Millionen Mitglieder in 1.266 Gemeinden zwischen Göttingen und der Nordsee. Sie umfasst drei Viertel Niedersachsens. Zur braunschweigischen Landeskirche gehören 385 Gemeinden mit rund 347.000 Mitgliedern im Südosten Niedersachsens und Teilen Sachsen-Anhalts.

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