Marlehn Thieme bleibt Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates

Marlehn Thieme bleibt Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates
Die Mitglieder des Rates für Nachhaltige Entwicklung haben Marlehn Thieme erneut zur Vorsitzenden gewählt. Thieme wurde am Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Nachhaltigkeitsrates im Amt bestätigt, wie das Gremium in Berlin mitteilte.

Die ehemalige Direktorin der Deutschen Bank ist Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit 2012 ist sie Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die 15 Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates vor wenigen Wochen für drei Jahre neu berufen. Dazu gehören Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft, aus den Kirchen sowie Experten für Umweltschutz. Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Olaf Tschimpke, wurde als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Der Rat unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Zur Wiederwahl des langjährigen Ratsmitgliedes Marlehn Thieme zur Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsrates sagte der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Bedford-Strohm: "Für die EKD ist es eine große Ehre, wenn ein Mitglied des Rates der EKD eine so wichtige Verantwortung (wieder) übernimmt. Gerade die Fragen der Nachhaltigkeit sind für uns als Kirche zentrale Zukunftsfragen, die eng mit der ethischen Orientierung des  christlichen Glaubens verbunden sind. Dass durch Dich die Impulse christlicher Ethik an so prominenter Stelle in die politischen Entscheidungsprozesse eingespeist werden, ist ein Glücksfall."

"Die Nachhaltigkeitspolitik war noch nie so relevant wie derzeit", sagte Thieme nach ihrer Wahl. Sie forderte die Bundesregierung auf, den G-20-Prozess zu nutzen, um die UN-Nachhaltigkeitsziele in dieser Staatengruppe umzusetzen. "Damit wird das Vertrauen geschaffen, das der weltweite Prozess dringend braucht", sagte sie. Deutschland übernimmt am 1. Dezember die G-20-Präsidentschaft.

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