Jugendliteraturpreis für Bücher zu Freiheit und Selbstbestimmung

Jugendliteraturpreis für Bücher zu Freiheit und Selbstbestimmung
Auf der Frankfurter Buchmesse ist am Freitagabend der mit insgesamt 62.000 Euro dotierte Deutsche Jugendliteraturpreis in sechs Kategorien verliehen worden.

Zum besten Bilderbuch kürten die Juroren "Der Hund, den Nino nicht hatte" von dem Niederländer Edward van de Vendel mit Bildern von Anton van Hertbruggen. Das "etwas andere Hundebuch" mache "kindliche Wünsche und Träume sichtbar", heißt es in der Begründung. Der Sonderpreis für das Gesamtwerk ging an Klaus Kordon, dem es gelinge, Geschichten und Geschichte "aus der Perspektive der kleinen Leute zu erzählen".

Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 jährlich für herausragende Kinder- und Jugendbücher vom Bundesfamilien- und -jugendministerium vergeben. Er feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. In diesem Jahr gehe es in den ausgezeichneten Bücher um "Freiheit und Selbstbestimmung", teilte der Arbeitskreis mit. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, überreichte jedem Preisträger die bronzene "Momo", die an die Heldin aus Michael Endes gleichnamigem Roman angelehnt ist.

In der Sparte Kinderbuch wurde "Das Mädchen Wadjda" der saudi-arabischen Filmemacherin Hayfa Al Mansour ausgezeichnet. Die spannende und berührende Geschichte eines Mädchens, "das beherzt seinen Traum verfolgt", zeige "was Freiheit meint, und wie wichtig es ist, sie zu verteidigen", schrieb die Jury.

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Die Kleine Raupe Nimmersatt
"Im Herzen bin ich immer noch ein Kind", sagte Kinderbuchautor Eric Carle. Seine "Kleine Raupe Nimmersatt" wurde ein Klassiker. Am 23. Mai 2021 starb Carle, der als "nicht gläubiger Protestant" im Schwarzwald aufwuchs, im Alter von 91 Jahren im US-Bundesstaat Massachusetts.
Die Zeit zu Hause auf dem Sofa ist in vielen Familien gerade wieder etwas reichlicher bemessen. Warum also nicht mal wieder gemeinsam ein Buch lesen? Eine Auswahl von Neuerscheinungen rund um das Kirchenjahr und seine Feste.

Das beste Jugendbuch hat laut Jury Kirsten Fuchs mit dem Roman "Mädchenmeute" geschrieben, in dem sie sieben sehr unterschiedliche Heldinnen in den Wäldern des Erzgebirges beschreibt. Das Abenteuerbuch lade ein zum Nachdenken über Freundschaft, Gruppen und Freiheit.

Mit "Im Eisland. Band 1" gewann Kristina Gehrmann die Auszeichnung für das Sachbuch. In ihrer Graphic Novel beschreibt sie die Franklin- Expedition von 1845, die einen Seeweg zwischen dem Nordatlantik und dem Nordpazifik finden wollte. Die Mimik der Figuren ermögliche "einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Besatzungsmitglieder", heißt es.

Die in der Jugendjury versammelten sechs jungen Leseclubs entschieden sich für "Sommer unter schwarzen Flügeln" von Peer Martin - eine tragische Liebesgeschichte zwischen dem syrischen Mädchen Nuri und dem Neonazi Calvin.