Kolumbianer demonstrieren für Umsetzung des Friedensvertrags

Rodrigo Londono Echeverri

Foto: dpa/Mauricio Duenas Castaneda

Rodrigo Londono Echeverri während des Friedensabkommens zwischen Regierung und Guerilla im September.

Kolumbianer demonstrieren für Umsetzung des Friedensvertrags
Zehntausende Kolumbianer haben am Mittwoch (Ortszeit) für die schnelle Umsetzung des Friedensabkommens zwischen Regierung und Guerilla demonstriert.

In der Hauptstadt Bogotá und vielen weiteren Städten riefen Opferverbände, indigene Gruppen und Studenten zu einem "Marsch der Blumen" auf, wie der Hörfunksender RCN auf seiner Internetseite berichtete.

"Das Volk hat es verdient, der Friedensvertrag bleibt gültig", skandierten die Demonstranten. Sie forderten die Umsetzung des Friedensabkommens zwischen Regierung und den linken FARC-Rebellen, das Ende September unterzeichnet, aber Anfang Oktober überraschend in einem Plebiszit abgelehnt worden war

Mehr zu Kolumbien
Angesichts der anhaltend hohen Zahl von Migranten aus Venezuela beraten mehrere lateinamerikanische Staaten ab Montag über die Flüchtlingskrise. "Wir haben ein ernsthaftes Problem in der Region", sagte Ecuadors stellvertretender Migrationsminister Santiago Chávez.
Camara wurde als Bischof der Armen bekannt.
Eine Gruppe lateinamerikanischer Bischöfe will Elend und Unterdrückung nicht mehr hinnehmen. Sie treffen sich 1968 in Kolumbien und mahnen eine Kirche für die Armen an - es ist die Geburtsstunde der Befreiungstheologie. Ein Glaubenskampf beginnt.


Es war bereits der zweite Aktionstag in diesem Monat, mit dem Präsident Juan Manuel Santos und Farc-Chef Rodrigo Londoño Echeverri alias "Timochenko" das Vertrauen ausgesprochen wurde. Die Friedenspolitik ist auch durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Santos am 7.  Oktober gestärkt worden.

Ende September hatten Regierung und Farc-Guerilla nach dreieinhalb Jahren zäher Verhandlungen einen Friedensvertrag unterzeichnet.
Nach der Ablehnung des Abkommens müssen Santos und die Farc nachverhandeln und die Kritikpunkte der konservativen Opposition um Ex-Präsident Álvaro Uribe berücksichtigen.