Zum Tode verurteilte Christin in Pakistan kann Berufung einlegen

Zum Tode verurteilte Christin in Pakistan kann Berufung einlegen
Pakistans oberster Gerichtshof lässt in einem der prominentesten Blasphemiefälle in der Geschichte des Landes eine Berufung zu. Der Anwalt der zum Tod verurteilten Christin Asia Bibi werde am Donnerstag vor dem Bundesgerichtshof in Islamabad erscheinen, bestätigte ein Gerichtsbeamter, Shahid Hussain, am Freitag.
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Die Erlaubnis zur Berufung war schon im August 2015 erteilt worden, aber nun steht Asia Bibi zum ersten Mal auf der Liste der zu verhandelnden Fälle. Gleichzeitig bleibt die Todesstrafe ausgesetzt.

Asia Bibi war 2010 als erste Frau in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Sie soll den Propheten beleidigt haben. Der Fall hatte international Aufsehen erregt. 2011 wurde der liberale Gouverneur von Pakistans größter Provinz Punjab erschossen, weil er Asia Bibi verteidigt und die Blasphemiegesetze kritisiert hatte.

Kritiker sagen, die Gesetze würden missbraucht, unter anderem, um persönliche Feinde anzuschwärzen oder aus dem Weg zu schaffen.

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