Dresdner Kirche wird zu "Tatort"-Kulisse

Dresdner Kirche wird zu "Tatort"-Kulisse
Die Dresdner Versöhnungskirche wird zum Schauplatz für einen neuen "Tatort"-Krimi, der 2017 gesendet wird.

Das Filmteam dürfe sowohl die Außenanlagen als auch den Innenraum der 1909 geweihten evangelischen Kirche als Kulisse nutzen, berichtet die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung". Der Tatort mit dem Dresdner Ermittlerteam rund um die Schauspieler Alwara Höfels, Karin Hanczewski und Martin Brambach trägt den Arbeitstitel "Level X". In dem neuen Film geht es um die Welt der sozialen Medien. Die Ausstrahlung ist für 2017 geplant – im Rahmen der ARD-Themenwoche "Woran glaubst du?".

"Ich bin dem Regisseur zufällig vor der Kirche begegnet, und er schien gleich begeistert zu sein", berichtet Pfarrerin Anke Arnold der "Sächsischen Zeitung". Es gelang der 41-jährigen Theologin, die selbst Tatort-Fan ist, ihren Kirchenvorstand und die Landeskirche von den Dreharbeiten zu überzeugen. Rund neun Stunden Filmaufnahmen sind in der Kirche geplant – dafür mussten Veranstaltungen an andere Orte verlegt und Verträge geschlossen werden.

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Der Titel "Masken" klingt ein bisschen beliebig, schließlich liegt in der Maskierung das Wesen jedes Krimis: Würden die Beteiligten ihr wahres Wesen nicht verbergen, wären sie nicht verdächtig.
"Teufelskind" hieß dieser Krimi aus Berlin ursprünglich. Der Arbeitstitel bringt die Persönlichkeit der Titelfigur perfekt auf den Punkt: "Taugenichts" wäre angesichts der Untaten, die der Satansbraten auf dem Kerbholz hat, untertrieben.

Der Aufwand wird sich für die Kirchengemeinde Dresden-Blasewitz aber lohnen, denn die Dreharbeiten bringen Geld ins Haus. Geld, das für die Erneuerung des Gemeindehauses dringend nötig ist. 200 000 Euro Eigenmittel müsse die Gemeinde dafür aufbringen, berichtet die "Sächsische Zeitung". Bisher seien lediglich rund 10 000 Euro an Spenden eingegangen.

Geplant ist, in dem sanierten Gebäude die verschiedenen Zielgruppen der Gemeindearbeit zusammenzubringen. Senioren und Menschen mit Behinderungen, Konfirmanden und Jugendliche sollen unter einem Dach ein neues Zuhause finden.