Kirchen verlangen besseren Schutz für Flüchtlinge

Kirchen verlangen besseren Schutz für Flüchtlinge
Anlässlich des UN-Flüchtlingsgipfels in New York haben der Weltkirchenrat und Europas Kirchen zur friedlichen Lösung bewaffneter Konflikte aufgerufen.

Kriege seien eine der Hauptursachen der globalen Flüchtlingskrise, heißt es in einem am Montag in Brüssel veröffentlichten gemeinsamen Aufruf des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der Konferenz Europäischer Kirchen sowie der internationalen Hilfsnetzwerke "Act Alliance" und CWWM.

Die Länder sollten sich auf dem Gipfel zu einem besseren Schutz der Flüchtlinge verpflichten. Zudem müssten die Opfer der Vertreibung besser versorgt werden und viele von ihnen müssten umgesiedelt werden, verlangten die Kirchenverbände. Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen kommen an diesem Montag zum ersten großen UN-Gipfel zum Thema Flucht und Migration zusammen.

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Am Samstagmorgen hat die Ausschiffung begonnen, nun haben alle 122 Flüchtlinge der "Ocean Viking" sizilianischen Boden betreten. Die Rettungsteams zeigten sich erleichtert.

US-Präsident Barack Obama lädt am Dienstag zu einem weiteren Flüchtlingsgipfel bei den UN ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird an beiden Treffen nicht teilnehmen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vertreten die Bundesregierung.

Der ÖRK hat rund 350 Mitgliedskirchen, die Konferenz Europäischer Kirchen umfasst 114 Kirchen. Die katholische Kirche ist in keinem der beiden Bünde Mitglied.